NHOA Energy hat von Engie Verträge für ein 80 MW/320 MWh Batteriespeichersystem (BESS) am Kraftwerk Drogenbos nahe Brüssel, Belgien, erhalten. Dieses Projekt ist der dritte große Batteriespeicher im belgischen Portfolio von Engie und stärkt die Partnerschaft beider Unternehmen in den Benelux-Märkten. Die Anlage soll die Netzstabilität verbessern und die Integration erneuerbarer Energien in Belgien fördern.
Wichtige Punkte
- NHOA Energy liefert 80 MW/320 MWh Batteriespeicher an Engie in Drogenbos.
- Projekt ist der dritte große Batteriespeicher von Engie in Belgien.
- Baubeginn ist für März 2026 geplant, Inbetriebnahme im November 2027.
- Das System soll die Netzstabilität erhöhen und erneuerbare Energien integrieren.
- Engie sicherte sich einen 15-jährigen Kapazitätsvertrag im Rahmen des belgischen CRM-Mechanismus.
Neuer Batteriespeicher für Belgiens Energiewende
Das Drogenbos-Projekt ist ein wichtiger Schritt für die belgische Energiewende. Es umfasst 88 Batteriecontainer der NHEXUS-Plattform von NHOA Energy. Diese nutzen die firmeneigene Energiespeichertechnologie. Der Baubeginn ist für März 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Systems wird für November 2027 erwartet. Das System soll die Stabilität des Stromnetzes erheblich verbessern.
Gleichzeitig wird es die Integration von mehr erneuerbaren Energien in das belgische Netz erleichtern. Belgien plant den Ausstieg aus fossilen und atomaren Energiequellen. Batteriespeicher sind dabei entscheidend, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Faktencheck
- Leistung: 80 Megawatt (MW)
- Speicherkapazität: 320 Megawattstunden (MWh)
- Anzahl der Container: 88 NHEXUS-Batteriecontainer
- Baubeginn: März 2026
- Inbetriebnahme: November 2027
Kapazitätsmechanismus sichert langfristige Planung
Engie hat für das Drogenbos-Projekt einen 15-jährigen Kapazitätsvertrag erhalten. Dies geschah im Rahmen der fünften belgischen Capacity Remuneration Mechanism (CRM)-Auktion im Oktober 2025. Der CRM-Rahmen wurde von der belgischen Regierung geschaffen. Er soll die Stromversorgungssicherheit im Winter gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da das Land von konventionellen Energiequellen weggeht.
Diese langfristige Absicherung gibt Investoren Planungssicherheit. Sie fördert den Bau notwendiger Infrastruktur. Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erfordert solche Mechanismen. Die Kapazitätsmärkte stellen sicher, dass genügend Leistung zur Verfügung steht, wenn erneuerbare Energien nicht ausreichend liefern.
„Die Sicherung eines 15-jährigen Kapazitätsvertrags unterstreicht die strategische Bedeutung des Drogenbos-Projekts für Belgiens Energiezukunft und die langfristige Versorgungssicherheit.“
Engies wachsendes Speicherportfolio in Belgien
Das neue Batteriesystem ergänzt Engies bestehendes und wachsendes Speicherportfolio in Belgien. Dazu gehört die bereits in Betrieb befindliche Anlage in Vilvoorde und das im Bau befindliche Projekt in Kallo. In Vilvoorde haben Engie und Sungrow die erste Phase eines 200 MW/800 MWh großen Batteriespeichers abgeschlossen. Die zweite Phase soll im Januar 2026 fertiggestellt werden.
Das Kallo-Projekt, eine 100 MW/400 MWh-Anlage, wurde Anfang des Jahres gestartet. Auch hier ist NHOA Energy der Technologieanbieter. Die fortgesetzte Zusammenarbeit zeigt das Vertrauen in NHOA Energys Lösungen. Zusammen verfügen Engies drei belgische Batterieprojekte über eine installierte Kapazität von 380 MW und eine Speicherkapazität von insgesamt 1,5 GWh.
Hintergrund: Belgiens Energiespeicher-Strategie
Belgien erlebt ein schnelles Wachstum im Energiespeichermarkt. Das Land muss Herausforderungen bei der Netzstabilität bewältigen. Diese entstehen durch den Ausbau erneuerbarer Energien und den geplanten Ausstieg aus der Kernenergie. Batteriespeicher sind eine Schlüsseltechnologie, um diese Übergangsphase erfolgreich zu gestalten. Sie ermöglichen es, Strom zu speichern, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und ihn wieder abzugeben, wenn er benötigt wird.
Strategische Lage und Netzintegration
Die Anlagen sind darauf ausgelegt, wesentliche Netzdienstleistungen zu erbringen. Dazu gehören Frequenzregelung, Spannungshaltung und Energiearbitrage. Sie erleichtern zudem die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im belgischen Stromsystem. Tractebel, eine Ingenieurstochter von Engie, unterstützt das Drogenbos-Projekt technisch. Dies zeigt Engies integrierten Ansatz bei der Umsetzung von Batteriespeicherprojekten.
Die Kombination aus internem Ingenieurwissen und externen Technologiepartnerschaften ist entscheidend. Der Standort des Drogenbos-Projekts in der Nähe von Brüssel bietet strategische Vorteile. Dort ist die Übertragungsinfrastruktur mit benachbarten europäischen Strommärkten verbunden. Dies ermöglicht es dem Batteriespeichersystem, grenzüberschreitende Ausgleichsdienste zu erbringen und die regionale Netzstabilität zu unterstützen.
NHOA Energys NHEXUS-Plattform
Die NHEXUS-Plattform von NHOA Energy verfügt über Batteriemanagementsysteme und netzbildende Fähigkeiten. Sie wurde speziell für Anwendungen im Versorgungsmaßstab entwickelt. Die Technologieplattform ist bereits in mehreren europäischen Märkten im Einsatz. Die belgischen Projekte erweitern die regionale Präsenz des Unternehmens. NHOA Energy war früher eine Tochtergesellschaft von Engie namens Engie EPS. Sie wurde 2021 an die Taiwan Cement Corporation (TCC) verkauft.
Beitrag zu europäischen Energiezielen
Engies Strategie für Batteriespeicher in Belgien steht im Einklang mit den übergeordneten Energiewendezielen der Europäischen Union. Sie unterstützt auch das Engagement des Unternehmens zur Integration erneuerbarer Energien. Die Projekte tragen zur Energiesicherheit Belgiens bei. Gleichzeitig unterstützen sie die Dekarbonisierungsziele des Landes durch verbesserte Netzflexibilität und Speicherkapazität.
Langfristige Serviceverträge sind Teil der Vereinbarungen. Sie sichern die fortlaufende Leistungsoptimierung und Wartungsunterstützung über die gesamte Lebensdauer der Batteriesysteme. Dies gewährleistet einen zuverlässigen und effizienten Betrieb über viele Jahre hinweg. Solche Vereinbarungen sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit großer Energieprojekte.





