Hithium, ein führender Hersteller von Batteriespeichersystemen, hat einen bedeutenden Liefervertrag mit Global Power Generation (GPG) unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Hithium ein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Kapazität von 421 MWh für das Fraser Coast Projekt in Queensland, Australien, bereitstellen. Dieses Projekt stellt einen wichtigen Schritt in der australischen Energiewende dar und ist die erste Zusammenarbeit von Hithium mit GPG in dieser Größenordnung.
Wichtige Fakten
- Hithium liefert 421 MWh Batteriespeicher für das Fraser Coast Projekt in Australien.
- Das System umfasst 84 flüssigkeitsgekühlte BESS-Einheiten.
- Es ist Hithiums erste Zusammenarbeit mit Global Power Generation (GPG).
- Das Projekt ist Teil eines 330 MW Solar-Plus-Speicher-Hybridprojekts.
- Das Speichersystem verfügt über netzbildende Fähigkeiten.
Ein Großprojekt für Australiens Energiezukunft
Das Fraser Coast Projekt ist ein ambitioniertes Vorhaben von Global Power Generation, dem australischen Erzeugungsarm der spanischen Naturgy Group. Es handelt sich um ein 330 MW Solar-Plus-Speicher-Hybridprojekt, das in der Nähe der Ortschaft Brooweena, etwa 50 km südwestlich von Maryborough, entsteht. Die Investitionen für dieses Großprojekt belaufen sich auf über 300 Millionen Euro.
Hithium wird nicht nur die 84 flüssigkeitsgekühlten BESS-Einheiten liefern, sondern auch das Systemdesign, die Herstellung, die Abnahmeprüfung im Werk, die Lieferung, die Inbetriebnahme sowie technische Unterstützung und Schulungen übernehmen. Diese umfassende Betreuung unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft.
Zahlen und Fakten
- 421 MWh: Kapazität des von Hithium gelieferten Batteriespeichersystems.
- 84: Anzahl der flüssigkeitsgekühlten BESS-Einheiten.
- 330 MW: Gesamtleistung des Solar-Plus-Speicher-Hybridprojekts.
- Über 300 Millionen Euro: Investitionssumme für das Fraser Coast Hybridprojekt.
Technologische Details und Netzintegration
Das Batteriespeichersystem des Fraser Coast Projekts ist AC-gekoppelt. Es wird an die 33 kV Schaltanlage einer benachbarten Solaranlage angeschlossen. Dies ermöglicht es dem System, sowohl von der Solaranlage als auch direkt aus dem Netz geladen zu werden. Diese Flexibilität ist entscheidend für die Optimierung der Energieflüsse und die Maximierung der Rentabilität.
Eine Besonderheit des Systems sind seine netzbildenden Fähigkeiten. Solche Systeme sind in Australien zunehmend Standard für neue BESS-Projekte, die an den National Electricity Market (NEM) angeschlossen werden. Sie können das Netz stabilisieren und wichtige Frequenzregelungs- und Hilfsdienste (FCAS) bereitstellen. Dies ist entscheidend, um die wachsende Menge an erneuerbaren Energien sicher in das Netz zu integrieren.
„Die netzbildenden Fähigkeiten dieses Systems sind ein Game-Changer für die Stabilität unseres Netzes und die Integration erneuerbarer Energien“, so ein Sprecher von GPG.
Hithiums wachsende Marktposition
Die Zusammenarbeit mit GPG stärkt Hithiums Position im asiatisch-pazifischen Raum weiter. Im März 2026 unterzeichnete das Unternehmen bereits eine Kooperationsvereinbarung mit dem in Hongkong ansässigen Investor Brawn Capital. Diese Vereinbarung umfasst potenzielle 3 GWh Batteriespeicher-Bereitstellungen in der Region bis 2030.
Hintergrund: Hithium im globalen Markt
Laut Benchmark Mineral Intelligence verbesserte sich Hithium zwischen 2024 und 2025 vom vierten auf den zweiten Platz bei den weltweiten BESS-Zelllieferungen. Das Unternehmen erreichte einen Marktanteil von rund 12 %. Dies zeigt die wachsende Bedeutung von Hithium in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt, insbesondere unter chinesischen Herstellern.
Strategische Bedeutung für Australien
Das Fraser Coast Projekt ist das zweite Hybrid-Solar-Plus-Speicher-Projekt von GPG in Australien. Zuvor wurde das Cunderdin-Projekt in Western Australia realisiert, das eine 128 MW Solaranlage mit einem 55 MW/220 MWh Batteriesystem kombiniert. Der Baubeginn in Fraser Coast erfolgte nur wenige Wochen, nachdem GPG zwei Solaranlagen in New South Wales und Queensland in Betrieb genommen hatte. Damit erhöhte sich die installierte Gesamtkapazität von GPG in Australien auf 1,3 GW über zehn betriebene Anlagen.
Die Entscheidung für ein Batteriespeichersystem, das sowohl mit Solarenergie als auch unabhängig vom Netz geladen werden kann, spiegelt einen breiteren Trend im australischen Markt wider. Diese Konfiguration bietet den Betreibern die Flexibilität, an Energiearbitrage- und Hilfsdienstmärkten teilzunehmen, unabhängig von der aktuellen Solarleistung.
Zukunftsaussichten und Herausforderungen
Die kommerzielle Inbetriebnahme des Fraser Coast Hybridprojekts ist für 2028 geplant. Die Netzanbindung erfolgt über eine 275 kV Leitung zur Teebar Umspannstation von Powerlink. Obwohl netzbildende Systeme immer häufiger eingesetzt werden, gibt es laut dem Australian Energy Market Operator (AEMO) noch keine Bestätigung, dass diese die höchsten Anforderungen an die Systemstabilität im NEM erfüllen.
Dennoch sind netzbildende Wechselrichter in 74 % der 33,2 GW NEM-Batteriespeicher-Pipeline Australiens enthalten. Dies unterstreicht das Vertrauen in diese Technologie als Kernpfeiler der zukünftigen Energieversorgung des Landes. Der Ausbau von Batteriespeichersystemen ist entscheidend, um die wachsende Durchdringung erneuerbarer Energien zu unterstützen und die Stilllegung von Kohlekraftwerken zu kompensieren.
- Ziel: Kommerzielle Inbetriebnahme bis 2028.
- Anschluss: Über 275 kV Leitung zur Teebar Umspannstation.
- Herausforderung: Erfüllung höchster Systemstabilitätsanforderungen noch nicht bestätigt.
- Trend: Netzbildende Wechselrichter in 74 % der australischen Speicherprojekte.





