Grenergy, ein führendes Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien, hat einen wichtigen Meilenstein in Spanien erreicht. Das Unternehmen hat einen langfristigen Nutzungsvertrag für ein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Kapazität von 680 MWh abgeschlossen. Dieses System wird Teil des Hybridprojekts Escuderos in Kastilien-La Mancha sein, das auch eine 200 MW starke Solaranlage umfasst.
Der Vertrag, der eine Laufzeit von zwölf Jahren hat, wurde mit einem internationalen Energieversorger mit Investment-Grade-Rating unterzeichnet. Dies unterstreicht das wachsende Vertrauen in groß angelegte Energiespeicherlösungen in Spanien und positioniert Grenergy als wichtigen Akteur in diesem dynamischen Markt.
Wichtige Punkte
- Grenergy schließt 12-Jahres-Vertrag für 680 MWh BESS ab.
- Das System ist Teil des 200 MW Solarparks Escuderos in Spanien.
- Baubeginn für BESS ist dieses Jahr, Betriebsstart 2027.
- Spanien wird als Schlüsselmarkt für Energiespeicher gesehen.
- Grenergy setzt erfolgreiches Hybridmodell aus Chile fort.
Ein Hybridmodell für die Energiewende
Das Escuderos-Projekt ist ein Beispiel für die Integration von Solarenergie und Batteriespeicherung. Die 200 MW Photovoltaikanlage wird bereits seit 2020 von Galp abgenommen. Nun kommt der Batteriespeicher hinzu, der eine flexible Stromversorgung ermöglicht und die Netzstabilität erhöht.
Der Bau des Batteriespeichersystems soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant, und der Nutzungsvertrag tritt im Juli 2028 in Kraft. Dies zeigt eine langfristige Planung und das Engagement von Grenergy, die Energiewende in Spanien aktiv mitzugestalten.
Faktencheck
- 680 MWh: Kapazität des neuen Batteriespeichersystems.
- 200 MW: Leistung der zugehörigen Solaranlage.
- 12 Jahre: Laufzeit des Nutzungsvertrags für den Batteriespeicher.
- 2027: Geplantes Betriebsjahr des BESS.
Erfolg in Spanien und Lehren aus Chile
Dies ist nicht der erste große Batteriespeichervertrag für Grenergy in Spanien. Bereits im Februar wurde eine zehnjährige Vereinbarung für das eigenständige 150 MW/600 MWh Oviedo-Projekt bekannt gegeben, ebenfalls mit einem ungenannten Abnehmer. Das Oviedo-Projekt wird über die europäische Speicherplattform Greenbox entwickelt.
Grenergy repliziert mit dem Escuderos-Projekt ein erfolgreiches Modell aus Chile. Dort entwickelt das Unternehmen zwei riesige Solar-plus-Speicher-Anlagen: Oasis de Atacama (11 GWh) und Oasis Central (4 GWh). Diese Projekte werden stufenweise entwickelt, mit Abnahmeverträgen versehen und verkauft.
"Wir sehen im spanischen Markt ein enormes Potenzial, unser Hybridportfolio weiterzuentwickeln. Dabei bauen wir auf die Erfahrung und Erfolgsbilanz auf, die wir bereits in Chile mit den Oasis-Plattformen etabliert haben", sagte David Ruiz de Andrés, CEO von Grenergy.
Wachstum im spanischen Markt
Spanien gilt als ein vielversprechender Langzeitmarkt für Energiespeicher. Die hohe Durchdringung mit Photovoltaik-Anlagen schafft einen starken Geschäftsfall für die Lastverschiebung – also die Speicherung von Solarstrom bei Überschuss und die Abgabe bei Bedarf. Dies hilft, die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren.
Obwohl die regulatorischen Rahmenbedingungen noch nicht vollständig ausgereift sind, hat der groß angelegte Projektbereich im letzten Jahr erhebliche Fortschritte gemacht. Mehrere Unternehmen treiben die Entwicklung voran.
Hintergrund: Energiespeicher in Spanien
Spanien ist ein führendes Land in der Solarenergie. Die hohe Sonneneinstrahlung macht Photovoltaik besonders attraktiv. Um jedoch eine stabile und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, sind Energiespeicher unerlässlich. Sie speichern überschüssigen Solarstrom und geben ihn ab, wenn die Sonne nicht scheint oder der Bedarf hoch ist. Dies reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und unterstützt die Integration erneuerbarer Energien ins Netz.
Weitere Akteure im spanischen Speichermarkt
Neben Grenergy sind auch andere große Energieunternehmen aktiv. Iberdrola hat im Januar nach eigenen Angaben die größten BESS-Projekte des Landes mit jeweils 30 MW/60 MW in Betrieb genommen. Auch Zelestra, Engie und BRUC haben Pläne für deutlich größere Projekte finalisiert.
Im frühen Stadium haben die Entwickler Return und FRV große Projektpipelines erworben bzw. vorgestellt. Zelestra, ein unabhängiger Stromerzeuger (IPP), hat eine Vorreiterrolle bei den BESS-Abnahmeverträgen in Spanien eingenommen. Das Unternehmen unterzeichnete im Juli 2025 den ersten PPA (Power Purchase Agreement) in Spanien, der ein groß angelegtes BESS umfasste.
Bedeutung der Abnahmeverträge
Abnahmeverträge sind entscheidend für die Finanzierung und Umsetzung von Energiespeicherprojekten. Sie sichern den Entwicklern langfristige Einnahmen und geben Investoren Planungssicherheit. Die zunehmende Zahl solcher Verträge in Spanien zeigt, dass der Markt reifer wird und das Vertrauen in diese Technologie wächst.
Experten sind sich einig, dass Energiespeicher eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung des spanischen Stromnetzes spielen werden. Die Projekte von Grenergy und anderen Unternehmen tragen dazu bei, die notwendige Infrastruktur für eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.
Die Entwicklung in Spanien spiegelt einen globalen Trend wider. Überall auf der Welt werden Batteriespeicher als unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende angesehen. Sie ermöglichen eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien und tragen zur Stabilität der Stromnetze bei.
- Iberdrola: Größte BESS-Projekte mit 30 MW/60 MW.
- Zelestra: Pionier bei BESS-Abnahmeverträgen in Spanien.
- Engie, BRUC: Planen ebenfalls große Speicherprojekte.
Die Fortschritte in Spanien zeigen, dass der Weg zu einem vollständig erneuerbaren Energiesystem durch innovative Speicherlösungen beschleunigt wird. Grenergy spielt dabei eine führende Rolle und demonstriert mit seinem Hybridmodell, wie Photovoltaik und Batteriespeicher Hand in Hand gehen können.





