Georgia Power hat bei der Georgia Public Service Commission (PSC) einen Antrag eingereicht. Das Unternehmen möchte neue, steuerbare Kapazitätsressourcen im Umfang von 2.000 MW bis 6.000 MW beschaffen. Diese Maßnahme soll den erwarteten Kapazitätsbedarf für die Jahre 2032 und 2033 decken.
Die Suche erfolgt über eine Ausschreibung (RFP) für alle Arten von Energiequellen. Sie zielt darauf ab, die Energieversorgung im US-Bundesstaat Georgia langfristig zu sichern und die Zuverlässigkeit des Netzes zu gewährleisten. Der Antrag wurde am 23. April bekannt gegeben und markiert einen wichtigen Schritt in der Energieplanung des Unternehmens.
Wichtige Punkte
- Georgia Power beantragt Ausschreibung für 2.000 MW bis 6.000 MW neue Kapazität.
- Ziel ist die Deckung des Bedarfs für 2032-2033.
- Gesucht werden thermische Erzeugung, Energiespeichersysteme (ESS) und Batterie-Speicher-Plus-Erneuerbare.
- Der Prozess wurde in Zusammenarbeit mit der PSC und einem unabhängigen Gutachter entwickelt.
- Ein separater Antrag betrifft 385 MW zusätzliche Solarenergie für das CARES-Programm.
Umfangreiche Suche nach neuen Energiequellen
Das Unternehmen sucht spezifisch nach verschiedenen Arten von Energiequellen. Dazu gehören thermische Erzeugungsanlagen, moderne Energiespeichersysteme (ESS) und Kombinationen aus Batteriespeichern und erneuerbaren Energien. Diese Vielfalt soll eine flexible und zuverlässige Stromversorgung sicherstellen.
Georgia Power betont, dass der Ausschreibungsprozess fair und wettbewerbsfähig gestaltet wurde. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit dem Personal der Georgia PSC und einem unabhängigen Gutachter. Ziel ist es, die zuverlässigsten, wirtschaftlichsten und effizientesten Vorschläge für steuerbare Energieerzeugung auszuwählen.
„Wir haben mit dem Personal der Georgia PSC und einem unabhängigen Gutachter zusammengearbeitet, um einen wettbewerbsfähigen und fairen RFP-Prozess zu entwickeln. Dieser soll es Georgia Power ermöglichen, die zuverlässigsten, wirtschaftlichsten und effizientesten Vorschläge für steuerbare Energieerzeugung auszuwählen.“
Zeitplan für die Ausschreibung
Falls der Antrag genehmigt wird, soll die Ausschreibung im zweiten Quartal 2026 veröffentlicht werden. Die Gebote werden dann angenommen. Die ausgewählten Projekte sollen Mitte 2027 der Georgia PSC zur Zertifizierung vorgelegt werden. Dieser Zeitplan zeigt die langfristige Planung und den Bedarf an neuen Kapazitäten.
Fakten zur Energieplanung
- Angefragte Kapazität: 2.000 MW – 6.000 MW
- Zeitraum des Bedarfs: 2032 – 2033
- Ausschreibungsstart (geplant): Q2 2026
- Zertifizierung der Projekte (geplant): Mitte 2027
Erweiterung erneuerbarer Energien durch CARES-Programm
Neben der großen Ausschreibung hat Georgia Power einen separaten Antrag eingereicht. Dieser betrifft die Zertifizierung von zusätzlichen rund 385 MW neuen Solarenergie-Ressourcen. Diese sollen im Rahmen des Clean and Renewable Energy Subscription (CARES) 2023 Programms genutzt werden.
Das CARES-Programm ermöglicht es gewerblichen und industriellen Kunden (C&I), einen Anteil an der erneuerbaren Stromerzeugung eines Projekts zu abonnieren. Dies fördert die Nutzung grüner Energie direkt bei großen Verbrauchern. Es ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Georgia.
Im September 2025 hat Georgia Power bereits fünf Solarstrom-Abnahmeverträge (PPAs) zertifiziert. Diese Projekte befinden sich innerhalb der Staatsgrenzen von Georgia und haben eine kombinierte Kapazität von etwas über 1 GW. Dies zeigt das Engagement des Unternehmens für Solarenergie.
Hintergrund: CARES-Programm
Das Clean and Renewable Energy Subscription (CARES) Programm ist ein Angebot von Georgia Power. Es erlaubt großen Kunden, direkt in erneuerbare Energieprojekte zu investieren. Sie können einen Anteil an der erzeugten sauberen Energie erwerben. Dies unterstützt die Entwicklung und den Ausbau von Solaranlagen im Bundesstaat.
Wachsender Bedarf und strenge Kriterien für Großkunden
Georgia Power berichtet, dass derzeit 32 Großkunden zugesagt haben, etwa 15.600 MW an Stromleistungen abzunehmen. Für diese Kunden befinden sich 21 Projekte im Bau. Dieser enorme Bedarf unterstreicht die Notwendigkeit, die Energieinfrastruktur kontinuierlich auszubauen und zu modernisieren.
Die aktuelle Ausschreibung baut auf einer früheren Genehmigung des Public Interest Advocacy (PIA) Personals der PSC auf. Diese Genehmigung umfasste 9.900 MW neuer Erzeugungsressourcen. Darin enthalten waren über 3 GW Batteriespeicher, die das Versorgungsunternehmen selbst besitzen würde.
Nach der Genehmigung von Regelwerksaktualisierungen für Georgia Power im Jahr 2025 durch die PSC gelten nun strengere Kriterien für potenzielle Großkunden. Sie müssen finanzielle Verpflichtungen nachweisen und ihre Infrastrukturbereitschaft demonstrieren. Nur so bleiben sie in der langfristigen Entwicklungspipeline des Unternehmens.
Finanzielle Unterstützung und Speichertechnologien
Im Februar dieses Jahres schloss das US-Energieministerium (DOE) ein Kreditpaket in Höhe von 26,5 Milliarden US-Dollar ab. Dies geschah mit zwei hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Southern Company in Georgia und Alabama. Georgia Power, die in Georgia ansässige Tochtergesellschaft der Southern Company, machte keine spezifischen Angaben zu ihrem Anteil an diesem DOE-Darlehen.
In ihrem integrierten Ressourcenplan (IRP) für 2025 berücksichtigt das Unternehmen verschiedene Arten von Energiespeichern. Dazu gehören Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ion), Druckluftspeicher (CAES) und Pumpspeicherkraftwerke. Sowohl Georgia Power als auch der Bundesstaat zeigen großes Interesse an der Weiterentwicklung von Batteriespeichersystemen (BESS).
- Speichertechnologien im Fokus:
- Lithium-Ionen-Batterien
- Druckluftspeicher (CAES)
- Pumpspeicherkraftwerke
Die verstärkte Nutzung und Integration von Energiespeicherlösungen ist entscheidend für die Stabilität des Stromnetzes, besonders bei einem wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien. Georgia ist bestrebt, in diesem Bereich führend zu sein und seine Energieinfrastruktur zukunftssicher zu gestalten.





