Greenflash Infrastructure, ein durch H.I.G. Capital unterstütztes Energieunternehmen, hat über 10 Gigawattstunden (GWh) Lithium-Ionen-Energiespeicherkapazität gesichert. Diese strategische Maßnahme minimiert Risiken durch Lieferkettenprobleme und beschleunigt die Inbetriebnahme großer Projekte in den USA.
Wichtige Erkenntnisse
- Greenflash hat 10 GWh Lithium-Ionen-Speicherkapazität gesichert.
- Über 1 GWh Batterien stehen zur sofortigen Bereitstellung bereit, weitere 2 GWh kommen 2026.
- Diese Position reduziert das Risiko von Lieferkettenengpässen und Verzögerungen.
- US-Richtlinien erschweren die Zusammenarbeit mit chinesischen Zulieferern.
- Projekt Soho in Texas soll Anfang 2026 in Betrieb gehen und ist das größte seiner Art im Bau.
Strategische Sicherung gegen Lieferkettenrisiken
Die Sicherung von 10 GWh Energiespeicherkapazität ist ein bedeutender Schritt für Greenflash Infrastructure. Diese Kapazität ermöglicht es dem Unternehmen, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren. Gleichzeitig können mögliche Verzögerungen in der Produktion vermieden werden, die in der Vergangenheit oft zu Projektstillständen führten. Ein wesentlicher Teil dieser Strategie ist die Lagerung von physischen Batterien.
Aktuell verfügt Greenflash über mehr als 1 GWh an Batterien, die kurzfristig eingesetzt werden können. Weitere 2 GWh sind für die Lieferung im März 2026 vorgesehen. Diese vorausschauende Planung hilft, die Abhängigkeit von kurzfristigen Lieferungen zu reduzieren. Solche Maßnahmen sind entscheidend in einem globalen Markt, der oft von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst wird.
Faktencheck
Die gesicherte Kapazität von 10 GWh könnte theoretisch den jährlichen Strombedarf von etwa 10 Millionen Haushalten für eine Stunde decken, je nach durchschnittlichem Verbrauch.
Herausforderungen durch US-Handelspolitik
US-Bundesrichtlinien zielen darauf ab, die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen, insbesondere aus China, in der Lieferkette zu verringern. Dies stellt für viele Energiespeicherunternehmen eine große Herausforderung dar, da etwa 75% der US-Importe von Lithium-Ionen-Batterien aus China stammen. Der 'One Big, Beautiful Bill Act' (H.R. 1) sichert zwar Investitions- und Produktionssteuergutschriften für Batteriespeicher bis 2033, fügt aber neue Einschränkungen hinzu.
Projekte verlieren Steuervergünstigungen, wenn sie substantiale Unterstützung von eingeschränkten ausländischen Einheiten erhalten. Diese Beschränkungen betreffen Materialien, fertige Produkte, Investitionen und Dienstleistungsvereinbarungen. Für Projekte, die ab 2026 beginnen, liegt die Schwelle für ausländische Einflüsse bei 55%. Diese steigt nach 2029 auf 75%.
„Die Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern ist ein nationales Anliegen, das jedoch die Branche vor erhebliche Anpassungsprobleme stellt“, so ein Branchenexperte.
Hintergrund: Foreign Entities of Concern (FEOC)
FEOC-Bestimmungen sind Teil der US-Politik, um kritische Lieferketten zu sichern und die nationale Sicherheit zu stärken. Sie betreffen Branchen wie die Energie- und Automobilindustrie, die stark auf internationale Lieferungen angewiesen sind. Diese Regelungen sollen Anreize schaffen, die Produktion und Beschaffung innerhalb der USA oder von verbündeten Ländern zu fördern.
Vorteile der Safe-Harbour-Position
Die Safe-Harbour-Position von Greenflash ermöglicht es, die Risiken durch diese neuen Vorschriften zu mindern. Sie bietet Flexibilität, um von den Investment Tax Credit (ITC)-Rahmenbedingungen zu profitieren. Dies hängt von den endgültigen regulatorischen Leitlinien und den spezifischen Projektbedingungen ab. Die gesicherten Kapazitäten und der verfügbare Bestand ermöglichen schnellere kommerzielle Betriebsdaten (CODs) für GWh-Projekte.
Es wird angenommen, dass diese Safe-Harbour-Regelung einen Großteil der Liefervereinbarungen mit chinesischen Anbietern abdeckt, die bereits abgeschlossen wurden. Dies schafft eine unmittelbare Chance für fortgeschrittene Projekte, die bereits Lieferverträge mit chinesischen Partnern haben. Der langfristige Einfluss der FEOC-Regelungen auf die Branche bleibt jedoch abzuwarten.
Projekt Soho in Texas schreitet voran
Ein Beispiel für Greenflashs Engagement ist das Projekt Soho in Brazoria County, Texas. Hierbei handelt es sich um ein 400 MW/800 MWh eigenständiges Batteriespeichersystem (BESS). Das Unternehmen hat im Oktober 2025 eine hybride Steuerkapital- und Schuldenfinanzierung für dieses Projekt abgeschlossen.
Greenflash bezeichnet Projekt Soho als das größte eigenständige BESS, das derzeit in Texas gebaut wird. Das Projekt liegt im Zeitplan und soll im ersten Quartal 2026 in Betrieb gehen. Die kommerziellen Operationen sind für das zweite Quartal 2026 geplant. Die Finanzierung umfasste eine Vorzugsaktieninvestition von Fonds, die von Wafra, einem globalen alternativen Investmentmanager, verwaltet werden.
- Projektname: Projekt Soho
- Standort: Brazoria County, Texas
- Kapazität: 400 MW / 800 MWh
- Inbetriebnahme: Q1 2026 (geplant)
- Kommerzieller Betrieb: Q2 2026 (geplant)
Ausblick und Branchenentwicklung
Die Energiespeicherbranche entwickelt sich rasant. Die Notwendigkeit, erneuerbare Energien zu integrieren und die Netzstabilität zu gewährleisten, treibt die Innovation voran. Veranstaltungen wie der Energy Storage Summit USA, der vom 24. bis 25. März 2026 in Dallas, Texas, stattfindet, sind entscheidend für den Austausch von Wissen und die Diskussion zukünftiger Herausforderungen.
Auf dem Gipfel werden wichtige Themen wie die FEOC-Herausforderungen, die Prognose des Strombedarfs und das Management der BESS-Lieferkette behandelt. Diese Diskussionen sind wichtig, um die Branche auf die kommenden Jahre vorzubereiten und Lösungen für die komplexen regulatorischen und technologischen Fragen zu finden. Greenflashs strategische Schritte positionieren das Unternehmen gut, um in diesem dynamischen Umfeld weiterhin eine führende Rolle zu spielen.





