Black Hills Energy hat den Bau eines 50 Megawatt (MW) Batteriespeichers mit einer Kapazität von 200 Megawattstunden (MWh) in Colorado angekündigt. Die Anlage, bekannt als Pueblo Battery Resource, entsteht am Pueblo Airport Generating Station (PAGS) und soll Ende 2027 in Betrieb gehen. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Energieversorgung Südkolorados und unterstützt die staatlichen Ziele zur Emissionsreduktion.
Wichtige Fakten
- Kapazität: 50 MW / 200 MWh Batteriespeicher.
- Standort: Pueblo Airport Generating Station (PAGS), Colorado.
- Inbetriebnahme: Geplant für Ende 2027.
- Wirtschaftlicher Nutzen: Erwartet werden 30,1 Millionen US-Dollar.
- Partner: Linxon (EPC) und Cloudbreak Energy (Entwicklung, Bau).
Ein Schritt Richtung erneuerbare Energien in Colorado
Das Projekt Pueblo Battery Resource wurde im September bekannt gegeben. Es ist Teil des "Clean Energy Plan" von Black Hills Energy aus dem Jahr 2022, der 2025 von der Colorado Public Utilities Commission (CPUC) genehmigt wurde. Dieser Plan ist entscheidend für Colorados Ziel, bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen.
Black Hills Energy führt alle vier Jahre eine detaillierte Planung durch. Dabei werden die Anforderungen an die Stromversorgung ermittelt. Ziel ist es, Kunden zuverlässige und kostengünstige Energie zu liefern. Gleichzeitig müssen die staatlichen Emissionsvorgaben Colorados erfüllt werden.
Faktencheck: Colorados Energieziele
- 100% erneuerbare Energie: Ziel des Staates bis 2040.
- 80% Strom aus erneuerbaren Quellen: Prognose für 2030.
- 80% CO2-Reduktion: Black Hills Energy muss dies bis 2030 erreichen (Basis: 2005).
Technologie und Partner des Projekts
Der Batteriespeicher wird mit überschüssiger Energie aus anderen erneuerbaren Quellen von Black Hills Energy geladen. Er soll ab Ende 2027 Strom an Kunden in Südkolorado liefern. Die geschätzten wirtschaftlichen Vorteile durch Bau, Betrieb und Wartung der Anlage liegen bei etwa 30,1 Millionen US-Dollar.
Zwei wichtige Partner sind an diesem Vorhaben beteiligt. Linxon, ein globales Unternehmen für Engineering, Beschaffung und Bau (EPC), ist für die technische Infrastruktur zuständig. Cloudbreak Energy, ein nationaler Entwickler von dezentralen und großen Solar- und Speicherprojekten, entwickelt das Projekt und überwacht den Bau.
"Dieses Projekt ist ein entscheidender Baustein für eine stabilere und sauberere Energieversorgung in Colorado. Es zeigt unser Engagement für die Energiewende und die wirtschaftliche Entwicklung der Region."
50 Tesla Megapack Batterien im Einsatz
Linxon wird die notwendige Balance-of-Plant-Infrastruktur bereitstellen. Dazu gehören elektrische und bauliche Arbeiten, die den Einsatz von 50 Tesla Megapack Batteriegehäusen unterstützen. Diese fortschrittliche Technologie ist entscheidend für die Effizienz und Kapazität des Speichers.
Hintergrund: Clean Energy Plan
Black Hills Energy hatte 2022 einen bevorzugten "Clean Energy Plan" eingereicht. Dieser sah eine 90-prozentige Reduktion der Kohlendioxidemissionen vor. Dazu sollten etwa 450 MW neuer erneuerbarer Ressourcen, einschließlich Batteriespeichern, hinzugefügt werden. Der 2025 von der CPUC genehmigte Plan fügt 250 MW erneuerbare Ressourcen hinzu und erreicht eine 78-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen.
Colorados Weg zur Emissionsreduktion
Das staatliche Ziel Colorados, das von Gouverneur Jared Polis gesetzt wurde, ist klar: 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2040. Der Staat betont, dass erneuerbare Energien inzwischen die kostengünstigste Stromquelle sind. Bis 2030 sollen über 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.
Das Senatsgesetz 19-236 verpflichtet Black Hills Energy, bis 2030 eine Reduktion der Kohlendioxidemissionen um 80 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 zu erreichen. Solche Projekte wie der Pueblo Battery Resource sind daher nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben und umweltpolitisch notwendig.
Weitere Speicherprojekte in Colorado
Auf der Webseite von Black Hills sind neun eigenständige BESS-Projekte (Battery Energy Storage System) aufgeführt. Diese Projekte haben jeweils eine Leistung von 50 MW und summieren sich auf eine Gesamtkapazität von 450 MW. Es ist derzeit unklar, ob das Pueblo Battery Resource Projekt Teil dieser Liste ist.
Im Mai erwarb der Entwickler und Betreiber GridStor das 199 MW/796 MWh Birdseye BESS-Projekt in Adams County, Colorado, von Accelergen. Die kommerzielle Inbetriebnahme von Birdseye ist für Ende 2028 geplant, der Baubeginn bereits für 2027 erwartet. Diese Vielzahl an Projekten unterstreicht die Dynamik im Batteriespeichersektor Colorados.
Die Zukunft der Energiespeicherung
Die Branche der Batteriespeichersysteme wächst rasant. Themen wie Künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit und die Wiederverwendung von Batterien (Second-Life-Anwendungen) stehen im Fokus. Die Konferenz "Battery Asset Management Summit USA 2026" wird diese Entwicklungen im September 2026 in Garden Grove, Kalifornien, beleuchten. Dort werden Fachleute technische und kommerzielle Aspekte des Asset Managements diskutieren.
Diese Investitionen in Speichertechnologien sind entscheidend, um die schwankende Natur erneuerbarer Energien auszugleichen. Sie ermöglichen eine stabile und zuverlässige Stromversorgung, selbst wenn Sonne und Wind nicht verfügbar sind. So trägt Black Hills Energy maßgeblich zur grünen Energiezukunft Colorados bei.





