Yuma County in Arizona wird zu einem zentralen Knotenpunkt für die Energiespeicherung. Zwei große Projekte, das Pioneer Clean Energy Centre von BrightNight und die Sierra Pinta BESS-Anlage von Leeward Renewable Energy, erreichen wichtige Meilensteine. Diese Entwicklungen stärken die regionale Stromversorgung und reduzieren gleichzeitig die CO2-Emissionen.
Wichtige Erkenntnisse
- BrightNight hat mit dem Bau des Pioneer Clean Energy Centre begonnen, das 300MW Solar-PV und 1.200MWh Batteriespeicher umfasst.
- Leeward Renewable Energy hat seine 112,5MW/450MWh Sierra Pinta BESS-Anlage in Betrieb genommen.
- Beide Projekte tragen zur Stärkung der Netzresilienz in Arizona bei und liefern sauberen Strom an Tausende von Haushalten.
- Die Initiativen sollen erhebliche Steuereinnahmen generieren und Arbeitsplätze schaffen.
Pioneer Clean Energy Centre: Ein Großprojekt startet
BrightNight hat gestern, am 11. Februar, den Spatenstich für sein Pioneer Clean Energy Centre in Yuma County, Arizona, gefeiert. Dieses Projekt kombiniert eine 300-Megawatt-Solar-Photovoltaik-Anlage mit einem 1.200-Megawattstunden-Batterieenergiespeichersystem (BESS).
Das Zentrum soll zuverlässigen, erschwinglichen und sauberen Strom für Kunden von Arizona Public Service (APS) liefern. Es stärkt zudem die Netzresilienz in einer der am stärksten belasteten Regionen des Bundesstaates.
Faktencheck: Pioneer Clean Energy Centre
- Kapazität: 300 MW Solar-PV, 1.200 MWh BESS
- Standort: Yuma County, Arizona
- Partner: Cordelio (JV-Partner), Fluence Energy (BESS-Lieferant)
- Lieferung an: Arizona Public Service (APS)
- Baubeginn: Oktober 2025
- Inbetriebnahme: April 2027 geplant
Technologie und Lieferkette
Für das Pioneer-Projekt wird Fluence Energy seine Gridstack Pro BESS-Lösung liefern. Diese Lösung verwendet in den USA hergestellte Zellen, Module, Gehäuse und Wärmemanagementsysteme. Dies fördert die Entwicklung heimischer Energiespeichertechnologien.
BrightNight arbeitet bei mehreren Gelegenheiten mit seinem Joint-Venture-Partner Cordelio zusammen. Im Dezember 2025 gaben die Unternehmen den Finanzierungsabschluss für das 200MW/800MWh Greenwater BESS in Washington bekannt. Greenwater wird dem Energieversorger Puget Sound Energy (PSE) Kapazitäts- und Netzdienstleistungen anbieten.
„Das Pioneer Clean Energy Centre ist ein wichtiger Schritt für Arizona. Es sichert die Energieversorgung und fördert gleichzeitig die Nutzung sauberer Energiequellen."
Um den Strom vom Kraftwerk ins Netz einzuspeisen, baut BrightNight eine etwa neun Meilen lange 230-Kilovolt-Übertragungsleitung. Diese Leitung verbindet das Projekt mit der bestehenden Infrastruktur.
Hintergrund: CO2-Einsparungen und Wasserverbrauch
BrightNight erwartet, dass das Projekt jährlich rund 641.893 Tonnen CO2-Emissionen verhindert. Dies entspricht einer Reduzierung des Wasserverbrauchs um über 99% im Vergleich zu konventionellen Technologien. Dadurch werden jährlich etwa 260 Millionen Gallonen Wasser eingespart.
Sierra Pinta BESS-Anlage: In Betrieb
Ebenfalls in Yuma County, Arizona, hat die 112,5MW/450MWh Sierra Pinta BESS-Anlage von Leeward Renewable Energy (LRE) ihren vollen Betrieb aufgenommen. Es ist das zweite netzgekoppelte Batterieprojekt von LRE und Teil eines sechsstufigen Ausbaus in Yuma County.
Die Sierra Pinta BESS-Anlage grenzt an das 179MW White Wing Ranch Solarprojekt. Dieses Solar-PV-Projekt hat einen separaten Stromabnahmevertrag (PPA) mit dem Telekommunikationsriesen Verizon.
Netzintegration und Reichweite
LRE und der kalifornische Energieversorger PG&E einigten sich 2024 auf einen 15-jährigen Kapazitätsvertrag für die Sierra Pinta BESS-Anlage. Obwohl sich das Projekt in Arizona befindet, versorgt PG&E hauptsächlich Kunden im benachbarten Kalifornien. Die BESS-Anlage wird somit die Stromnetze beider Staaten unterstützen.
Kaliforniens Großhandelsenergiemarkt wird vom California Independent System Operator (CAISO) verwaltet. Der Bundesstaat ist Teil der Western Interconnection, eines riesigen synchronen Stromnetzes, das Teile oder alle von 14 Bundesstaaten umfasst.
Wichtige Details: Sierra Pinta BESS
- Kapazität: 112,5 MW / 450 MWh
- Standort: Yuma County, Arizona
- Status: Vollständig in Betrieb
- PPA mit: PG&E (für Kalifornien)
- Angrenzend an: White Wing Ranch Solarprojekt (PPA mit Verizon)
Wirtschaftliche Auswirkungen und Gemeinschaftsengagement
Beide Projekte versprechen erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Region. Das Pioneer-Projekt soll während des Baus etwa 250 bis 300 Arbeitsplätze schaffen. Nach der Inbetriebnahme sind weitere langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten geplant. Es wird erwartet, dass Pioneer über seine Lebensdauer hinweg schätzungsweise 83,3 Millionen US-Dollar an lokalen und staatlichen Grundsteuereinnahmen generiert.
Mehr als 42 Millionen US-Dollar davon fließen an den Arizona State Land Department K-12 Educational Trust. Dies unterstützt direkt die öffentliche Bildung im gesamten Bundesstaat.
LRE gibt an, dass Sierra Pinta während des Baus etwa 100 Arbeitsplätze geschaffen hat. Es werden langfristige wirtschaftliche Vorteile für Yuma County erwartet, einschließlich geschätzter 12,38 Millionen US-Dollar an lokalen Grundsteuereinnahmen über die Projektlaufzeit.
LRE engagiert sich zudem stark in der Gemeinde Yuma County. Das Unternehmen unterstützt lokale Organisationen wie Elevate Southwest, Helping Hands of Yuma, die Dateland Elementary School, die Antelope Union High School und die Yuma Community Food Bank über die LRE Foundation. Es investiert auch in Bildungs- und Arbeitskräfteentwicklungsprogramme.
Weitere Projekte von Leeward Renewable Energy
Im Mai 2025 nahm die 126MW/504MWh Antelope Valley BESS-Anlage von LRE in Kern County, Kalifornien, den kommerziellen Betrieb auf. Für dieses Projekt unterzeichnete das Unternehmen einen 15-jährigen Stromabnahmevertrag mit dem Energieversorger Southern California Edison. Antelope Valley verwendet Lithium-Eisenphosphat (LFP)-Batterien, die von Powin, einem US-amerikanischen Integrator von Batteriespeichersystemen, geliefert wurden. Dies war LREs siebtes operatives Projekt für saubere Energie in Kalifornien.
Die Erweiterung der Energiespeicherkapazitäten in Arizona und Kalifornien zeigt einen klaren Trend hin zu einer stabileren und nachhaltigeren Energieversorgung. Diese Investitionen sind entscheidend für die Energiewende und die Stärkung der regionalen Wirtschaft.





