Die argentinische Regierung hat im Rahmen ihrer jüngsten Ausschreibung, AlmaSADI genannt, landesweit 700 Megawatt (MW) Batteriespeicherkapazität (BESS) vergeben. Dieser Schritt unterstreicht das wachsende Interesse des Landes an der Stärkung seiner Energieinfrastruktur und der Integration erneuerbarer Energien. Die Ausschreibung, die Anfang des Jahres gestartet wurde, suchte nach BESS-Kapazitäten mit einer Speicherdauer von vier Stunden und zog ein beeindruckendes Interesse von Entwicklern an.
Wichtige Erkenntnisse
- Argentinien vergab 700 MW Batteriespeicherkapazität in der AlmaSADI-Ausschreibung.
- 20 Projekte wurden ausgewählt, wobei Genneia und DQD Energy die größten Anteile erhielten.
- Die Durchschnittspreise sanken deutlich im Vergleich zur vorherigen Ausschreibung.
- Provinz Buenos Aires erhielt mit 185 MW den größten Anteil.
Hohe Nachfrage nach Energiespeichern
Die Ausschreibung AlmaSADI stieß auf eine enorme Resonanz. Insgesamt gingen 235 Gebote mit einer kombinierten Kapazität von 8,3 Gigawatt (GW) ein. Dies zeigt die hohe Attraktivität des argentinischen Marktes für Energiespeicher. Bereits die vorherige Ausschreibung, die im letzten Jahr 713 MW BESS vergab, verzeichnete 1,3 GW an Bewerbungen. Diese frühere Ausschreibung konzentrierte sich jedoch ausschließlich auf die Region Buenos Aires.
Der Großhandelsmarktbetreiber CAMMESA (Compañía Administradora del Mercado Mayorista Eléctrico Sociedad Anónima) wählte 20 Projekte aus. Diese Projekte verteilen sich über verschiedene Regionen des Landes und tragen zur Dezentralisierung der Energieversorgung bei.
Faktencheck
- 8,3 GW: Gesamtkapazität der eingereichten Gebote bei AlmaSADI.
- 235: Anzahl der Gebote, die bei der Ausschreibung eingingen.
- 20: Anzahl der Projekte, die von CAMMESA ausgewählt wurden.
Die Gewinner und ihre Projekte
Der argentinische Erneuerbare-Energien-Entwickler Genneia sicherte sich mit 421 MW über sieben Projekte den größten Anteil. Dicht gefolgt wurde er vom Entwickler DQD Energy, der 149,5 MW über acht Projekte erhielt. Diese beiden Unternehmen dominieren somit die aktuelle Vergabe.
Weitere beteiligte Unternehmen
Neben den Hauptakteuren wurden auch andere Unternehmen mit Kapazitäten in der AlmaSADI-Ausschreibung bedacht. Dazu gehören die Erneuerbare-Energien-Entwickler 360 Energy Solar mit drei Projekten und 68 MW sowie Intermepro mit einem Projekt und 12 MW. Bemerkenswert ist auch die Beteiligung des argentinischen Aluminiumproduzenten Aluar, der ein 50-MW-Projekt in der nördlichen Region Corrientes realisieren wird. Dies zeigt, dass auch Industrieunternehmen in die Energiespeichertechnologie investieren.
„Die Ergebnisse der AlmaSADI-Ausschreibung sind ein klares Signal für das Engagement Argentiniens, seine Energiezukunft durch innovative Speicherlösungen zu sichern.“
Sinkende Preise und regionale Verteilung
Ein wichtiger Aspekt der Ausschreibung sind die erzielten Preise. Der Durchschnittspreis für die vergebenen Projekte lag bei 8.427 US-Dollar pro MW pro Monat. Der niedrigste Preis wurde mit 7.632 US-Dollar für das 100-MW-Projekt Bragado I-II von Genneia in der Provinz Buenos Aires erzielt. Der höchste Preis betrug 9.705 US-Dollar für ein 10-MW-Projekt von DQD Energy in der Region NEA Chaco-Formosa.
Hintergrund der Preisentwicklung
Die Preise in der AlmaSADI-Ausschreibung lagen deutlich unter denen der vorherigen Ausschreibung. Im letzten Jahr schwankten die Preise zwischen 10.000 und 12.000 US-Dollar pro MW pro Monat. Diese Preisreduktion deutet auf eine zunehmende Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz im Batteriespeichermarkt hin. Günstigere Preise machen Energiespeicher für die argentinische Infrastruktur attraktiver und wirtschaftlicher.
Regionale Schwerpunkte der Vergabe
Die Provinz Buenos Aires erhielt mit 185 MW den größten Anteil der vergebenen Kapazitäten. Dies unterstreicht die Bedeutung der Region für die Energieversorgung des Landes. Die nordöstliche Region, bestehend aus den Provinzen Chaco und Formosa, folgte mit 161,5 MW. Diese Verteilung zeigt eine breite geografische Abdeckung, die zur Stabilität des gesamten Stromnetzes beitragen soll.
- Provinz Buenos Aires: 185 MW
- Chaco und Formosa (Nordost): 161,5 MW
- Corrientes (Nord): 50 MW
Strategische Bedeutung für Argentinien
Die AlmaSADI-Ausschreibung ist ein entscheidender Schritt für Argentinien auf dem Weg zu einer stabileren und nachhaltigeren Energieversorgung. Die Integration von Batteriespeichersystemen ist wichtig, um die Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen. Dies trägt dazu bei, die Netzstabilität zu gewährleisten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Bereits Anfang des Jahres sprach María Tettamanti, Argentiniens Nationale Energieministerin, über die neue Ausschreibung und die daraus gezogenen Lehren aus der vorherigen Runde. Die Berücksichtigung knotenspezifischer Informationen bei der aktuellen Ausschreibung zeigt einen detaillierteren Ansatz zur Optimierung der Netzintegration. Dies ist entscheidend, um die Effizienz und Zuverlässigkeit der neuen Speichersysteme zu maximieren.
Die erfolgreiche Durchführung der AlmaSADI-Ausschreibung sendet ein starkes Signal an internationale Investoren und Entwickler, dass Argentinien ein attraktiver Markt für Energiespeicherlösungen ist. Die fortgesetzte Entwicklung in diesem Sektor wird nicht nur die Energiesicherheit des Landes verbessern, sondern auch zur Erreichung seiner Klimaziele beitragen.





