New Jersey macht einen entscheidenden Schritt in Richtung einer widerstandsfähigeren und kostengünstigeren Energieversorgung. Ein neues Gesetz, das vom Senatsausschuss für Umwelt und Energie des US-Bundesstaates vorangetrieben wurde, sieht Anreize für Energiespeichersysteme hinter dem Zähler (BTM) vor. Diese Initiative soll sowohl die Energiekosten senken als auch die Integration erneuerbarer Energien beschleunigen.
Wichtige Erkenntnisse
- New Jersey fördert Energiespeicher mit bis zu 40% der Projektkosten.
- Mindestens 25% der Fördermittel sind für einkommensschwache Haushalte reserviert.
- Das Programm soll die Energiekosten für alle Verbraucher langfristig senken.
- Ziele sind 2.000 MW Energiespeicherkapazität bis 2030.
Anreizprogramm für Energiespeichersysteme
Das vorgeschlagene Gesetz S-631, initiiert von den demokratischen Senatoren Bob Smith und Linda Greenstein, zielt darauf ab, die Kosten für die Installation von Energiespeichersystemen für Haushalte und Unternehmen erheblich zu reduzieren. Es bietet Anreize von bis zu 40% der Projektkosten für Systeme, die bestimmte Leistungsanforderungen der Regulierungsbehörde Board of Public Utilities (BPU) erfüllen.
Senator Smith, der den 17. Bezirk (Middlesex und Somerset) vertritt, betonte die Vorteile des Programms:
„Dieses Programm wird idealerweise die Kosten für den Bau von Energiespeichersystemen ausgleichen und andere ermutigen, diese Initiative zu ergreifen. Es wird nicht nur den aktuellen und potenziellen Eigentümern Geld sparen, sondern der allgemeine Anstieg der Speicherkapazität wird auch die Energiekosten für alle Verbraucher im Laufe der Zeit senken.“
Fakten zum Gesetz S-631
- Anreize: Bis zu 40% der Projektkosten.
- Zielgruppe: Hinter-dem-Zähler-Energiespeichersysteme.
- Soziale Gerechtigkeit: Mindestens 25% der Fördermittel für einkommensschwache Haushalte.
Wichtiger Schritt für New Jerseys Energiezukunft
Nach der Genehmigung durch den Senatsausschuss kann das Gesetz nun im Senat und der Generalversammlung von New Jersey zur Abstimmung gestellt werden. Die endgültige Genehmigung obliegt dann Gouverneur Mikie Sherrill. Diese Entwicklung ist Teil einer umfassenderen Strategie des Bundesstaates zur Förderung von Energiespeichern.
Bereits seit ihrem Amtsantritt im März hat Gouverneur Sherrill Maßnahmen zur Unterstützung von Energiespeichern ergriffen. Sie genehmigte 355 MW an Batteriespeichersystemen (BESS) im Versorgungsmaßstab und ein Beschaffungsprogramm für weitere 645 MW. Gleichzeitig wurde ein staatliches Gemeinschaftssolarprogramm auf 3 GW erweitert.
Vorteile der Energiespeichersysteme
Das Gesetz hebt hervor, dass Energiespeichersysteme die Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit des Staates verbessern können. Sie tragen zur Stabilität der Stromversorgung bei, erleichtern die Integration erneuerbarer Energiequellen und reduzieren die Spitzenlast auf zentralisierte Kraftwerke, was letztendlich zu Kosteneinsparungen führt.
Hintergrund: New Jerseys Energieziele
New Jersey hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Energiespeicherkapazität von 2.000 MW zu erreichen. Dies ist ein Mandat des Clean Energy Act von 2018. Um dieses Ziel zu unterstützen, wurde das Garden State Energy Storage Programme (GSESP) ins Leben gerufen, das bereits in vollem Gange ist und den Einsatz von BESS-Anlagen im Versorgungsmaßstab fördert.
Breitere Trends in der Energiespeicherung
Das Interesse an dezentralen Energieressourcen (DERs) wächst stetig. Sie sollen die finanzielle Belastung, die Großverbraucher auf die normalen Stromzahler ausüben, mindern. Erst kürzlich schloss der Betreiber von virtuellen Kraftwerken (VPP) und DER-Plattform Voltus eine dreijährige Vereinbarung mit Google für die PJM-Region ab. Voltus wird jährlich bis zu 100 MW an DERs von lokalen Unternehmen und Haushalten in einem von Google finanzierten VPP zusammenführen und die teilnehmenden Kunden dafür bezahlen.
Innovative Ansätze zur Kostensenkung
Ein Beispiel für innovative Ansätze ist Lightshift Energy. Das Unternehmen kündigte ein Portfolio von fünf Projekten in Virginia an, die ähnliche Ziele wie S-631 verfolgen. Anstatt große Übertragungsprojekte von 200 MW bis 500 MW zu realisieren, die Jahre für Studien und Millionen an Upgrade-Kosten erfordern würden, installiert Lightshift kleinere Batterien von 20 MW oder weniger an bestehenden Verteilungsunterstationen. Dies minimiert die Kosten für normale Energieverbraucher erheblich.
Arnab Pal, Geschäftsführer von Deploy Action, einer gemeinnützigen Organisation, die die Dekarbonisierungsbemühungen in Kalifornien beschleunigen will, diskutierte diesen Trend kürzlich in Kalifornien. Er betonte die Wichtigkeit kleinerer, dezentraler Lösungen.
Ausblick auf New Jerseys Energiespeicher-Zukunft
Im März wählte die NJBPU das 600 MWh BESS von Elevate Renewables für die Entwicklung in Ridgefield aus. Dieses Projekt ist Teil der ersten Phase des Garden State Energy Storage Programme (GSESP), die im Juni 2025 genehmigt wurde. Das GSESP hat das ambitionierte Ziel, bis 2030 2.000 MW an Energiespeichern zu installieren und damit die Weichen für eine nachhaltigere und stabilere Energieversorgung in New Jersey zu stellen.
Die Kombination aus staatlichen Anreizen, innovativen Technologien und dem Engagement privater Unternehmen schafft eine vielversprechende Grundlage für eine grüne Energiezukunft in New Jersey. Verbraucher können sich auf langfristig niedrigere Energiekosten und eine zuverlässigere Stromversorgung freuen.





