Malaysia plant den Bau eines der größten Solar-Plus-Speicher-Komplexe in Südostasien. Das Projekt mit einer Leistung von 4 Gigawatt (GW) und einer Speicherkapazität von 5,12 Gigawattstunden (GWh) soll die Region mit sauberer Energie versorgen und die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur stärken.
Wichtigste Erkenntnisse
- Malaysia entwickelt einen 4 GW Solar-Plus-Speicher-Komplex im Süden Johors.
- Das Projekt ist Teil der ASEAN Power Grid Initiative und der Johor Green Development Policy 2030.
- Es wird Singapur mit sauberer Energie versorgen und lokale Unternehmen unterstützen.
- Die Weltbank und private Investoren stellen 6 Milliarden US-Dollar bereit.
Das Southern Johor Renewable Energy Corridor Projekt
Der geplante Komplex, bekannt als Southern Johor Renewable Energy Corridor (SJREC), umfasst eine Fläche von etwa 2.000 Quadratkilometern. Dieses Gebiet ist speziell für die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Energiespeichersystemen vorgesehen.
Die Gesamtinvestition für dieses ehrgeizige Vorhaben beläuft sich auf rund 6 Milliarden US-Dollar. Diese Summe wird von verschiedenen Partnern getragen, darunter die International Finance Corporation (IFC), der private Investitionsarm der Weltbank. Auch die staatliche Investmentgesellschaft von Johor, Permodalan Darul Ta’zim (PDT), und das malaysische Energieunternehmen Ditrolic Energy sind maßgeblich beteiligt.
Faktencheck
- Leistung: 4 GW Solar-Photovoltaik
- Speicherkapazität: 5,12 GWh
- Fläche: ca. 2.000 Quadratkilometer
- Investition: 6 Milliarden US-Dollar
Einbindung in regionale Initiativen
Das SJREC-Projekt ist nicht isoliert zu betrachten, sondern ein zentraler Bestandteil größerer regionaler Strategien. Es fügt sich nahtlos in die ASEAN Power Grid Initiative ein. Dieser Plan zielt darauf ab, die Stromnetze und die Energieversorgung in den südostasiatischen Ländern zu integrieren.
Ein weiterer wichtiger Kontext ist der Masterplan der Johor–Singapore Special Economic Zone (JS-SEZ). Diese Sonderwirtschaftszone soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Johor in Malaysia und dem Stadtstaat Singapur fördern. Die Fähigkeit, saubere Energie nach Singapur zu übertragen, ist dabei ein Schlüsselelement.
„Das Projekt wird erneuerbare Energie an lokale und multinationale Unternehmen liefern, darunter Hyperscale-Rechenzentrumsbetreiber, Hersteller und andere Unternehmen in Johor“, erklärte die IFC in einer Mitteilung.
Bedeutung für Singapur und Johor
Singapur, ein dicht besiedelter Stadtstaat, ist stark auf Energieimporte angewiesen. Das Land hat bereits umfangreiche Pläne für die grenzüberschreitende Übertragung erneuerbarer Energien entwickelt. Ein bekanntes Beispiel ist das AA PowerLink-Projekt in Nordaustralien, das fast 20 GW Solarkapazität bereitstellen und Singapur über Unterseekabel versorgen soll.
Das SJREC-Projekt bietet Singapur eine weitere wichtige Quelle für grüne Energie. Dies trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Klimaziele des Stadtstaates zu erreichen.
Hintergrundinformationen
Die Johor Green Development Policy 2030 ist eine Initiative der Landesregierung von Johor. Sie wurde eingeführt, um grüne Industrien und die Entwicklung erneuerbarer Energien im Bundesstaat voranzutreiben. Das SJREC-Projekt ist ein wichtiger Baustein dieser Politik.
Wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen
Die Entwicklung des SJREC wird erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Region Johor mit sich bringen. Es schafft Arbeitsplätze in Bau, Betrieb und Wartung der Anlagen. Zudem zieht es Unternehmen an, die auf eine nachhaltige Energieversorgung angewiesen sind, wie etwa Rechenzentren und produzierende Betriebe.
Aus ökologischer Sicht trägt das Projekt maßgeblich zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Die Umstellung auf erneuerbare Energien hilft Malaysia und Singapur, ihre Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel zu erfüllen. Die Integration in das ASEAN Power Grid fördert zudem eine stabilere und widerstandsfähigere Energieversorgung für die gesamte Region.
- Regionale Energiesicherheit: Stärkt die Versorgungssicherheit durch Diversifizierung der Energiequellen.
- Klimaschutz: Reduziert CO2-Emissionen durch den Einsatz von Solarenergie.
- Wirtschaftswachstum: Schafft neue Industrien und Arbeitsplätze in Johor.
Zukunft der Energie in Südostasien
Das Projekt in Johor ist ein klares Zeichen für den Wandel in der Energieversorgung Südostasiens. Die Region setzt verstärkt auf erneuerbare Energien und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um eine nachhaltige und sichere Energiezukunft zu gestalten.
Experten erwarten, dass ähnliche Projekte in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Die Kombination aus Solarenergie und Batteriespeichern gilt als eine der vielversprechendsten Lösungen, um die Volatilität erneuerbarer Energien auszugleichen und eine konstante Stromversorgung zu gewährleisten.
Die Weltbank unterstützt solche Initiativen, um die Energiewende in Entwicklungsländern voranzutreiben und globale Klimaziele zu erreichen. Die Partnerschaft mit lokalen Regierungen und privaten Unternehmen ist dabei entscheidend für den Erfolg dieser groß angelegten Projekte.





