Ein Brand in einer Batteriespeicheranlage in Warwick, New York, hat erneut Fragen zur Sicherheit und zu den Betriebsgenehmigungen von Energieanlagen aufgeworfen. Am 19. Dezember wurde in der Church Street Battery Storage Facility des Entwicklers Convergent Energy & Power ein Feuer gemeldet. Der Vorfall löste einen Notfallplan aus und führte zu umfangreichen Überwachungsmaßnahmen der Luftqualität.
Wichtige Erkenntnisse
- Brand in Batteriespeicheranlage in Warwick, New York, am 19. Dezember.
- Feuer auf einen Container beschränkt, keine Verletzten gemeldet.
- Wasserinfiltration als mögliche Ursache für den Brand und frühere Vorfälle.
- Anlage ohne Betriebserlaubnis, da Sicherheitsauflagen nicht erfüllt wurden.
- Dorf Warwick fordert umfassende Kostenübernahme und unabhängige Untersuchungen.
Details zum Vorfall und erste Messungen
Das Feuer brach in einem der Container der Anlage aus. Glücklicherweise wurden keine Verletzungen gemeldet. Das Village of Warwick teilte mit, dass ein Feueralarm ausgelöst wurde, der sofort eine Notfallreaktion in Gang setzte. Experten von Orange County Hazmat begannen umgehend mit der kontinuierlichen Luftüberwachung vor Ort.
Die Messungen ergaben, dass die Konzentration von Cyanwasserstoff in der Nähe der Anlage während des Brandes einen Wert von 0,5 Teilen pro Million (ppm) erreichte. Dieser Wert liegt etwa bei der Hälfte des bundesstaatlichen Sicherheitsgrenzwerts. An weiter entfernten Messstellen, die sich in Windrichtung befanden, wurden keine erhöhten Werte festgestellt. Die Überwachung wurde bis zum 22. Dezember fortgesetzt, um sicherzustellen, dass die Batterietemperaturen stabil blieben und die Aufräum- und Untersuchungsarbeiten beginnen konnten.
Faktencheck
- Datum des Brandes: 19. Dezember
- Ort: Church Street Battery Storage Facility, Warwick, New York
- Betreiber: Convergent Energy & Power
- Cyanwasserstoff-Spitzenwert: 0,5 ppm (50% des Sicherheitsgrenzwerts)
Anlage ohne Betriebserlaubnis: Eine Chronik der Probleme
Besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Anlage zum Zeitpunkt des Brandes nicht betriebsbereit hätte sein dürfen. Das Bauamt des Dorfes hat eine Mitteilung über Verstöße und eine Stilllegungsverfügung erlassen. Convergent Energy & Power besitzt derzeit kein Konformitätszertifikat, da das Unternehmen die erhöhten Sicherheitsüberwachungsanforderungen nicht erfüllt hat. Diese zusätzlichen Sicherheitsauflagen wurden nach zwei früheren Vorfällen mit Convergent-Projekten eingeführt.
Im Jahr 2023 überhitzte eine Einheit in der Church Street, was ebenfalls auf Feuchtigkeitseintritt zurückgeführt wurde. Ein weiterer Brandvorfall in Warwick, der während starker Sturmbedingungen auftrat, wurde ebenfalls auf Feuchtigkeitseintritt zurückgeführt. Beide Systeme nutzten die modulare BESS-Lösung (Battery Energy Storage System) vom Typ Centipede von Powin.
„Nach den Vorfällen im Jahr 2023 forderten der Dorfvorstand und der Dorfingenieur zusätzliche Sicherheitsüberwachung, was sowohl vom Batteriehersteller als auch von Convergent abgelehnt wurde.“
Mögliche Ursache: Wasserinfiltration und Systemhersteller
Obwohl es noch keine offizielle Bestätigung gibt, deutet vieles darauf hin, dass der jüngste Brand durch Wasserinfiltration verursacht worden sein könnte. Schwere Wetterbedingungen vor dem Ereignis könnten eine Rolle gespielt haben. Das System wurde vom Stromnetz getrennt, intern abgeschaltet und abgedeckt. Beschädigte Batterien sollen entfernt werden, und ein umfassender Untersuchungsbericht wird erstellt.
Die ursprünglichen Systeme, die in den früheren Vorfällen involviert waren, stammten von Powin Energy, einem Systemintegrator und Hersteller, der im letzten Jahr Insolvenz anmeldete. Die Mehrheit der Vermögenswerte von Powin wurde inzwischen vom Systemintegrator FlexGen erworben. Es ist unklar, ob das Centipede BESS von Powin noch in der Church Street im Einsatz war. Sollte dies der Fall sein, wäre FlexGen für die Wartung des Systems verantwortlich.
Hintergrundinformationen
Batterieenergiespeichersysteme (BESS) sind entscheidend für die Stabilität moderner Stromnetze. Sie speichern überschüssige Energie und geben sie bei Spitzenbedarf oder Notfällen wieder ab. Die Sicherheit dieser Anlagen ist von größter Bedeutung, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.
Forderungen des Dorfes Warwick und weitere Schritte
Das Dorf Warwick hat weitere Tests von Oberflächen, Boden und Wasser angefordert und ist dabei, einen unabhängigen Beratungsingenieur einzustellen. Der Rechtsbeistand des Dorfes hat Convergent formell mitgeteilt, dass das Unternehmen alle Kosten für Aufräumarbeiten, Tests, Ingenieurleistungen und Polizeidienste übernehmen muss. In dem Schreiben wird auch die „nicht autorisierte“ Systemaktivierung erwähnt.
Das Bürgermeisteramt betonte, dass Warwick „keine Mietvereinbarung, finanzielle Beteiligung oder Geschäftsbeziehung mit Convergent Energy“ hat. Die Einheiten sind dazu bestimmt, das Stromnetz bei Spitzen- oder Notstrombedarf zu versorgen. Als der Brand ausbrach, waren die Batterien vollständig geladen und wurden später aus Sicherheitsgründen auf 50 % Kapazität reduziert.
Konsequenzen und Ausblick
Die Serie von Vorfällen in Warwick unterstreicht die Notwendigkeit robuster Sicherheitsstandards und strenger Überwachung von Energiespeicheranlagen. Die Forderung des Dorfes nach einer unabhängigen Untersuchung und vollständiger Kostenübernahme durch Convergent Energy & Power zeigt die Entschlossenheit der lokalen Behörden, die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die umfassende Untersuchung liefern wird und welche langfristigen Auswirkungen dies auf den Betrieb und die Genehmigung solcher Anlagen haben wird.
- Umfassender Untersuchungsbericht wird erwartet.
- Entfernung beschädigter Batterien geplant.
- Warwick fordert weitere Umweltprüfungen.
- Unabhängiger Beratungsingenieur soll hinzugezogen werden.





