Arizona setzt verstärkt auf Heimspeichersysteme, um die Stabilität seines Stromnetzes zu gewährleisten. Neue Programme der Energieversorger Salt River Project (SRP) und Arizona Public Service (APS) bieten Anreize für Hausbesitzer, die ihre Batteriesysteme für virtuelle Kraftwerke (VPPs) zur Verfügung stellen. Diese Initiativen sollen die Integration erneuerbarer Energien vorantreiben und das Netz bei Spitzenlasten entlasten.
Wichtige Erkenntnisse
- Arizona fördert aktiv Heimspeicher durch VPP-Programme.
- FranklinWH und ConnectDER sind zentrale Partner.
- Hausbesitzer können finanzielle Anreize erhalten.
- Einfache Installation dank neuer Adaptertechnologien.
- Das Ziel ist die Stabilisierung des Stromnetzes und die Nutzung von Solarenergie.
FranklinWH treibt VPP-Programme voran
FranklinWH Energy Storage, ein in Kalifornien ansässiges Unternehmen, nimmt mit seinen aPower LFP-Batteriesystemen an den Programmen von SRP und APS teil. Das aPower2-System bietet eine Kapazität von 15 kWh und ist für den Einsatz in Privathaushalten konzipiert.
Im Rahmen des Battery Partner Programme von SRP erhalten Kunden, die FranklinWH- oder Tesla-Batteriesysteme besitzen, Belohnungen. Diese werden ausgeschüttet, wenn SRP die Batterien während Zeiten hoher Nachfrage entladen darf. Dies hilft dem Versorger, das Netz zu stabilisieren und Engpässe zu vermeiden.
Zahlen und Fakten
- FranklinWH aPower2-System: 15 kWh Kapazität.
- APS Storage Rewards Pilot: Anreize von bis zu 110 US-Dollar pro kW.
- Arizona verzeichnet eine Batteriebefestigungsrate von geschätzten 47 %.
- Wachstum von Heimspeichern im US-Markt: 8 % im letzten Quartal.
Der APS Storage Rewards Pilot ermutigt ebenfalls Hausbesitzer mit FranklinWH aPower-Batterien, ihre gespeicherte Energie während Spitzenlastzeiten mit dem Versorger zu teilen. Die Teilnehmer können Anreize von bis zu 110 US-Dollar pro kW erhalten. Die Berechnung basiert auf der durchschnittlichen Leistung, die sie bei allen Lastmanagement-Ereignissen beisteuern.
FranklinWH arbeitet hierfür mit EnergyHub zusammen, einem Anbieter von Systemen zur Verwaltung dezentraler Energieressourcen (DERMS). EnergyHub hat bereits mit APS und SRP an der Verwaltung von VPPs zusammengearbeitet. Dies unterstreicht die etablierte Partnerschaft und die Effizienz der Programme.
Hausbesitzer in Arizona können auch über das LightReach-Finanzierungsprogramm von Palmetto, einem Anbieter für saubere Energielösungen, ein FranklinWH-Batteriespeichersystem leasen. Palmetto hob in seinem 'Impact Report' 2025 hervor, dass kalifornische Kunden, die mit Palmetto zusammenarbeiteten, kollektiv 27,8 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 sparten. Dies zeigt das Potenzial für erhebliche Einsparungen durch solche Programme.
Steigende Stromnachfrage und Netzstabilität
Die Stromnachfrage in Arizona steigt kontinuierlich an, ein Faktor sind hierbei die zunehmenden Rechenzentren in der Region. Virtuelle Kraftwerksprogramme ermöglichen es den Versorgern, die Energie aus den Batterien teilnehmender Hausbesitzer bei Nachfragespitzen zu nutzen. Dies stabilisiert das Netz und ermöglicht es den Hausbesitzern, Zahlungen für ihre geteilte Energie zu erhalten.
„Virtuelle Kraftwerksprogramme sind entscheidend, um die steigende Stromnachfrage zu bewältigen und das Netz stabil zu halten. Hausbesitzer spielen dabei eine aktive Rolle und profitieren finanziell“, so ein Sprecher von FranklinWH.
Hintergrundinformationen
Ein Virtuelles Kraftwerk (VPP) ist ein Verbund dezentraler Energieerzeugungsanlagen und -verbraucher, die intelligent miteinander vernetzt sind. Es ermöglicht die zentrale Steuerung und Optimierung dieser Einheiten, um gemeinsam als ein großes Kraftwerk auf dem Strommarkt zu agieren oder Netzschwankungen auszugleichen. Heimspeicher sind dabei ein wichtiger Baustein.
Im Jahr 2023 sicherte sich FranklinWH in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 25 Millionen US-Dollar. Diese Mittel, angeführt von der Risikokapitalfirma Particle Future, sollen die Forschung und Entwicklung, die Optimierung der Lieferkettenprozesse und das Wachstum der Betriebs- und Vertriebsnetze in den USA und Puerto Rico unterstützen.
ConnectDER vereinfacht Installationen
Der Hersteller von Zählersteckdosenadaptern, ConnectDER, hat sein neuestes Gerät, den 'IslandDER', zur Verwendung durch APS, SRP und Tucson Electrical Power (TEP) zugelassen bekommen. ConnectDER entwickelt Adapter für Solar-, Batteriespeicher- und EV-Ladeinstallationen. Diese Adapter ermöglichen eine direkte Verbindung zum Stromzähler des Haushalts.
Die Geräte von ConnectDER ermöglichen Plug-and-Play-Installationen. Dies macht den Austausch des Hauptschaltschranks, umfassende Service-Upgrades oder die Verlegung von Stromkreisen überflüssig. Dies spart Zeit und Kosten für die Hausbesitzer und Installateure.
Die Zulassung des IslandDER baut auf der bestehenden Unterstützung für ConnectDERs Solar Meter Socket Adapter in Arizona auf. Dieser ist bereits von den drei Versorgern und der Sulphur Springs Valley Electric Cooperative (SSVEC) genehmigt. Auch der EV Meter Socket Adapter von ConnectDER ist derzeit für den Einsatz in den Versorgungsgebieten von APS und TEP zugelassen.
Herausforderungen und Lösungen in Arizona
Laut dem US Energy Storage Monitor des vierten Quartals 2025 von Wood Mackenzie Power & Renewables und der American Clean Power Association (ACP) stiegen die Installationen von Heimspeichern im Jahresvergleich um 8 %. Dieses Wachstum wurde maßgeblich von Kalifornien, Arizona und Illinois angetrieben, wo die Anschlussraten neue Höchststände erreichten und Systeme mit größerer Kapazität mehr Marktanteile gewannen.
ConnectDER betonte, dass Arizona auch seine Installationen von Solaranlagen für Privathaushalte ausbaut. Arizona nutzt seine reiche Solarenergie, um die Netzresilienz zu priorisieren. Die jüngsten Batteriebefestigungsraten liegen bei geschätzten 47 %. Dies zeigt eine starke Tendenz zur Integration von Speichersystemen in Solaranlagen.
Installateure stehen in Arizona vor einer besonderen Herausforderung: Viele Häuser verfügen über Zähler-Hauptkombinationssteckdosen, die keinen Platz für wichtige Systemkomponenten für Speicher- und Notstromversorgung bieten. Der IslandDER von ConnectDER löst dieses Problem, indem er ein Microgrid Interconnect Device (MID), Stromwandler (CTs), Spannungserfassung und Kommunikationsprotokolle für die Echtzeit-Netzabschaltung, genannt 'Islanding', in einem einzigen kompakten Gerät kombiniert.
Das Gerät kann komplexe Zähler-Haupt-Setups in 15 bis 30 Minuten verwalten, ohne dass zusätzliche elektrische Arbeiten erforderlich sind. Es ist kompatibel mit Speichersystemen von FranklinWH, Lunar Energy, SolarEdge und EcoFlow. Diese Innovationen erleichtern die Installation und fördern die Verbreitung von Heimspeichern erheblich.
Fazit und Ausblick
Die Entwicklungen in Arizona zeigen einen klaren Trend: Die Kombination aus Anreizprogrammen für Heimspeicher und innovativen Installationstechnologien beschleunigt die Energiewende und stärkt die Netzstabilität. Hausbesitzer profitieren nicht nur von finanziellen Vorteilen, sondern tragen auch aktiv zur Versorgungssicherheit bei. Die steigende Nachfrage nach Strom, insbesondere durch Rechenzentren, macht solche Lösungen unerlässlich für eine nachhaltige Energieversorgung.
Die Partnerschaften zwischen Versorgern und Technologieunternehmen wie FranklinWH und ConnectDER sind entscheidend für den Erfolg dieser Initiativen. Sie ebnen den Weg für eine breitere Akzeptanz von dezentralen Energielösungen und tragen dazu bei, die Herausforderungen einer modernen Energielandschaft zu meistern.





