Der Kauf einer neuen Waschmaschine erfordert sorgfältige Überlegung, um Energie zu sparen und die richtige Größe für den Haushalt zu finden. Das EU-Energielabel spielt dabei eine zentrale Rolle, da es wichtige Informationen zu Strom- und Wasserverbrauch liefert. Moderne Geräte bieten zudem Schutz vor Wasserschäden und eine Vielzahl an Programmen, die den Alltag erleichtern.
Wichtige Punkte beim Kauf
- Energieeffizienzklasse A: Wählen Sie Geräte mit der höchsten Effizienz, um Stromkosten zu senken.
- Passende Füllmenge: Ein Singlehaushalt benötigt eine kleinere Maschine als eine Familie.
- Integrierter Wasserschutz: Ein Aquastop-System verhindert teure Schäden.
- Niedriger Geräuschpegel: Besonders wichtig bei Aufstellung in Wohnräumen.
- Warmwasseranschluss: Prüfen Sie die Kompatibilität für weitere Einsparungen.
Das EU-Energielabel verstehen
Das EU-Energielabel ist Ihr wichtigster Begleiter beim Kauf einer Waschmaschine. Es gibt detailliert Auskunft über die Energieeffizienz des Geräts. Die Skala reicht von A (sehr sparsam) bis G (wenig sparsam). Aktuell sind die sparsamsten Modelle in Klasse A zu finden, während ineffiziente Geräte in Klasse E eingeordnet werden.
Neben der Energieeffizienzklasse zeigt das Label auch den Stromverbrauch pro 100 Waschvorgänge im Eco-Programm an. Sehr effiziente Maschinen verbrauchen hier oft weniger als 50 kWh. Es informiert außerdem über die maximale Füllmenge in Kilogramm, die Dauer des Eco-Programms, den Wasserverbrauch pro Waschgang sowie die Schleuderleistungsklasse und den Geräuschpegel.
„Die Wahl eines Geräts der Klasse A kann über die Lebensdauer der Waschmaschine hinweg erhebliche Betriebskosten einsparen.“
Es ist ratsam, unabhängige Produkttests zu konsultieren, um die Leistung und Zuverlässigkeit verschiedener Modelle zu vergleichen. Eine hohe Schleuderdrehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute ist optimal, um die Wäsche effizient vorzutrocknen. Höhere Drehzahlen belasten die Mechanik unnötig und bringen kaum zusätzlichen Trocknungseffekt.
Faktencheck Energieeffizienz
- Stromverbrauch: Unter 50 kWh pro 100 Waschladungen gilt als sehr sparsam.
- Schleuderwirkungsklasse: A oder B sind optimal für effizientes Vortrocknen.
- Eco-Programm: Das 40-60°C Eco-Programm ist die Basis für die Effizienzberechnung.
Die passende Größe für Ihren Haushalt
Die Größe der Waschmaschine sollte genau auf die Bedürfnisse Ihres Haushalts abgestimmt sein. Ein zu großes Gerät, das selten voll beladen wird, verbraucht unnötig viel Wasser und Energie. Die meisten Waschmaschinen sind Frontlader, 60 cm breit, 85 cm hoch und 57 bis 69 cm tief. Ihre Trommel fasst meist zwischen 6 und 9 Kilogramm Wäsche.
Für Single- oder Paarhaushalte reichen in der Regel Maschinen mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 6 Kilogramm. Familien mit mehreren Personen profitieren von größeren Trommeln mit 7 bis 8 Kilogramm, die sich leichter füllen lassen. Extra große Frontlader können sogar bis zu 12 Kilogramm Wäsche aufnehmen.
Frontlader versus Toplader
Frontlader sind die gängigste Bauart und bieten oft mehr Fassungsvermögen. Sie sind unterbaufähig, was die Platzierung eines Trockners darüber ermöglicht. Wichtig ist hierbei, dass die Waschmaschine immer unten steht, da sie beim Schleudern Vibrationen erzeugt.
Toplader sind schmaler (40 bis 45 cm breit), dafür aber höher. Sie sind ideal für kleine Stellflächen und lassen sich bequem von oben befüllen. Ihr Fassungsvermögen ist meist kleiner (5 bis 6 Kilogramm), und ein Trockner kann nicht darauf platziert werden. Toplader machen nur etwa 10 Prozent des Angebots aus.
Geräuschpegel und Bedienkomfort
Besonders wenn die Waschmaschine in Bad oder Küche steht, ist ein niedriger Geräuschpegel wichtig. Leise Maschinen erzeugen beim Waschen weniger als 50 dB und beim Schleudern unter 75 dB. Geräte mit geringer Lautstärke verfügen oft über hochwertigere Komponenten wie Lager und Antriebe, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirken kann.
Ein bedienerfreundliches Gerät erleichtert den Alltag. Eine einfache Programmauswahl, eine übersichtliche Anzeige und die Möglichkeit, Programme nachträglich zu ändern oder Wäsche nachzulegen, sind praktische Features. Grundlegende Programme für Koch- und Buntwäsche, Pflegeleichtes, Feines und Wolle reichen meist aus. Zusätzliche Spezialprogramme können den Preis erhöhen und sind oft nur bei sehr speziellen Bedürfnissen sinnvoll.
Waschprogramme: Weniger ist oft mehr
Viele Programme sind nicht immer ein Vorteil. Wer seine Wäsche nicht sorgfältig sortiert, nutzt die Vielfalt kaum. Überlegen Sie, ob Sie wirklich ein Extra-Programm für Turnschuhe oder Imprägnierung benötigen.
Schutz vor Wasserschäden und Warmwasseranschluss
Ein integriertes Wasserschutzsystem, oft als Aquastop bezeichnet, ist eine unverzichtbare Sicherheitsfunktion. Es schützt vor Überschwemmungen durch defekte Zulaufschläuche, fehlerhafte Füllstandsensoren oder undichte Dichtungen. Im Störfall unterbricht ein Aquastop die Wasserzufuhr und pumpt das Wasser kontrolliert ab.
Für Haushalte, deren Wasser durch eine Gas- oder Ölheizung oder erneuerbare Energien erwärmt wird, kann der Anschluss der Waschmaschine an den Warmwasseranschluss sinnvoll sein. Dies spart Energie, da das Wasser nicht zusätzlich elektrisch aufgeheizt werden muss. Prüfen Sie jedoch unbedingt, ob das Gerät dafür geeignet ist, um Garantieansprüche nicht zu verlieren. Ein Vorschaltgerät kann hier oft Abhilfe schaffen.
Spartipps für den Waschvorgang
- Vorwäsche vermeiden: Nur bei stark verschmutzter Wäsche nötig.
- Niedrige Temperaturen: Meiste Wäsche wird bei 30-40 °C mit Kompaktwaschmittel sauber.
- Eco-Programm nutzen: Spart Energie durch optimierte Waschzyklen.
- Regelmäßige 60°C-Wäsche: Ein- bis zweimal im Monat ein 60°C-Programm mit Vollwaschmittel gegen Keime und Gerüche.
- Hohe Schleuderdrehzahl: 1.400 Umdrehungen pro Minute reduzieren die Trocknungszeit und den Energieverbrauch im Trockner.
Geruchsbildung vermeiden
Unangenehme Gerüche in der Waschmaschine sind oft auf Waschmittelreste und Keime zurückzuführen. Ein monatlicher Waschgang bei mindestens 60 °C hilft, diese zu entfernen. Nach dem Waschen sollten Sie die Tür und die Einspülkammer offen lassen, damit die Maschine trocknen kann. Regelmäßiges Reinigen der Einspülkammer und das Trockenwischen der Gummidichtung sind ebenfalls wichtig.
Hausmittel wie Zitronensäure sind nur bei starker Verkalkung sinnvoll, nicht aber gegen Gerüche oder Bakterien. Essig sollte vermieden werden, da er auf Dauer die Gummidichtungen angreifen kann.





