Skoda hat Details zu seinem kommenden Elektro-SUV Peaq bekannt gegeben. Das neue Modell übertrifft den Enyaq und Kodiaq in den Abmessungen und wird voraussichtlich einen Einstiegspreis von rund 50.000 Euro haben. Es verspricht großzügigen Innenraum und eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern.
Wichtige Punkte
- Der Skoda Peaq ist mit 4,87 m Länge das größte Elektro-SUV der Marke.
- Er bietet bis zu 1010 Liter Kofferraumvolumen und optional eine dritte Sitzreihe.
- Drei Motorisierungen sind zum Start geplant, mit Reichweiten von 460 km bis 600 km.
- Der Einstiegspreis wird voraussichtlich bei etwa 50.000 Euro liegen.
- Das Fahrzeug verfügt über ein neues, vertikales Zentraldisplay und ein Sonos-Soundsystem.
Ein Riese auf Rädern: Abmessungen und Raumangebot
Der neue Skoda Peaq setzt Maßstäbe in Sachen Größe innerhalb der Skoda-Modellpalette. Mit einer Länge von 4,87 Metern übertrifft er sowohl den Enyaq als auch den Kodiaq deutlich. Der Radstand beträgt beeindruckende 2,97 Meter, was fast 20 Zentimeter mehr ist als bei Elroq und Enyaq.
Diese großzügigen Abmessungen ermöglichen ein außergewöhnliches Platzangebot. Besonders die zweite Sitzreihe bietet viel Raum. Für Gepäck steht ein Kofferraumvolumen von 1010 Litern zur Verfügung, wenn die dritte Sitzreihe nicht gewählt wird. Skoda hat auf Kundenfeedback reagiert und ein zusätzliches Ablagefach unter der vorderen Haube integriert, das 37 Liter fasst.
Faktencheck Peaq
- Länge: 4,87 Meter
- Radstand: 2,97 Meter
- Kofferraum (5-Sitzer): 1010 Liter
- Kofferraum (7-Sitzer): 299 Liter
- Frunk-Volumen: 37 Liter
Wer mehr Sitzplätze benötigt, kann eine optionale dritte Sitzreihe bestellen. Selbst dann bleiben noch 299 Liter Kofferraumvolumen übrig. Dies macht den Peaq zu einer attraktiven Option für große Familien oder Nutzer, die viel Transportraum benötigen.
Interieur und Technologie-Highlights
Skoda hat noch keine offiziellen Bilder des Innenraums veröffentlicht, aber es wird fünf verschiedene Stilrichtungen geben. Besonders beliebt ist die Sportline-Ausstattung, die Mikrofaser-Bezüge bietet. Optional sind Sitze mit dem Siegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) erhältlich, die eine Massagefunktion umfassen.
Ein weiteres Merkmal sind die versenkbaren Türgriffe, die bei Bedarf ausfahren. Ob diese Funktion in der Serie beibehalten wird, ist noch offen, da in wichtigen Märkten wie China solche Designelemente reguliert werden. Ein großes Glasdach ist Standard, das sich elektrochrom milchig stellen lässt, aber nicht öffnen lässt.
"Der Peaq wird das größte Glasdach in der Geschichte von Skoda haben. Es lässt sich auf Knopfdruck elektrochrom milchig stellen, ist aber nicht zu öffnen."
Das Infotainmentsystem erhält ebenfalls ein Upgrade. Erstmals in einem Skoda wird das zentrale Display vertikal angeordnet sein. Das Kombiinstrument wächst auf 10 Zoll. Das Betriebssystem basiert auf Android und entspricht der neuesten Generation, die auch in anderen Konzernmodellen wie dem VW ID.3 Neo zum Einsatz kommt. Für das Soundsystem setzt Skoda auf Sonos, was die langjährige Zusammenarbeit mit Canton in diesem Segment beendet.
Hintergrund: Elektro-Offensive von Skoda
Der Skoda Peaq ist Teil einer umfassenden Elektro-Offensive der Marke. In diesem Jahr erweitert Skoda sein E-SUV-Angebot sowohl nach unten mit dem kleineren Epiq als auch nach oben mit dem Peaq. Diese Strategie zielt darauf ab, verschiedene Kundensegmente mit passenden Elektrofahrzeugen zu bedienen und die Präsenz im wachsenden Markt der Elektromobilität zu stärken.
Antrieb und Leistung: Drei Varianten zum Start
Zum Marktstart des Peaq sind drei Motorisierungen geplant. Das Basismodell, der "Peaq 60", bietet bereits 150 kW Leistung. Es beschleunigt in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Dieses Modell verwendet eine NMC-Batterie (Nickel, Mangan, Kobalt) mit einem Brutto-Energiegehalt von 63 kWh. Die prognostizierte WLTP-Reichweite liegt bei etwa 460 Kilometern. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent soll in nur 27 Minuten möglich sein, was einer durchschnittlichen Ladeleistung von 98 kW entspricht. Die maximale DC-Ladeleistung beträgt hier rund 160 kW.
Die Topmodelle: Mehr Leistung und Reichweite
Die nächste Stufe in der Hierarchie bietet ebenfalls Heckantrieb. Im Topmodell kommt zusätzlich ein Asynchronmotor an der Vorderachse zum Einsatz, der die Systemleistung auf 220 kW anhebt. Beide Topmodelle sind auf 180 km/h begrenzt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 7,1 Sekunden (Heckantrieb) bzw. 6,7 Sekunden (Allrad).
Für diese Varianten wird eine größere Batterie mit einem Brutto-Energiegehalt von 91 kWh verwendet. Skoda prognostiziert eine WLTP-Reichweite von etwa 600 Kilometern. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent soll in 28 Minuten erfolgen, mit einer maximalen DC-Ladeleistung von bis zu 195 kW. Ein noch leistungsstärkeres RS-Modell ist für das kommende Jahr bereits fest eingeplant.
Antriebsoptionen im Überblick
- Peaq 60 (Basis): 150 kW, 63 kWh Batterie, 460 km Reichweite, 0-100 km/h in 8,6s
- Mittlere Variante: 210 kW, 91 kWh Batterie, 600 km Reichweite, 0-100 km/h in 7,1s
- Top-Modell (Allrad): 220 kW, 91 kWh Batterie, 600 km Reichweite, 0-100 km/h in 6,7s
Preise und Marktstart des Skoda Peaq
Die Händler-Premiere des Skoda Peaq ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Offizielle Preise hat Skoda noch nicht bekannt gegeben. Es gibt jedoch Indizien, die eine Einschätzung zulassen. Ein vergleichbarer Skoda Enyaq mit kleiner Batterie liegt bei etwa 44.000 Euro.
Angesichts der erheblich größeren Abmessungen und der neuen Hardware des Peaq ist mit einem Aufschlag von rund 5.000 Euro zu rechnen. Damit dürfte der Einstiegspreis für das Basismodell Peaq 60 bei etwa 50.000 Euro liegen. Für die Heckantriebsversion könnten es etwa 54.000 Euro und für den Allradler rund 57.000 Euro werden. Die endgültige Homologation und damit die genauen Preise stehen noch aus.
Der Skoda Peaq positioniert sich als geräumiges und vielseitiges Elektro-SUV, das sowohl für Familien als auch für Langstreckenfahrer interessant sein dürfte. Mit seinen fortschrittlichen Technologien und dem Fokus auf Innenraumkomfort setzt Skoda neue Akzente im Segment der großen Elektrofahrzeuge.





