Skoda hat mit dem Epiq ein neues, kompaktes Elektro-SUV vorgestellt. Das Modell ist 4,17 Meter lang und zielt auf den breiten Markt ab. Es nutzt bewährte Technik des Volkswagen-Konzerns und legt den Fokus auf Praktikabilität und ein großzügiges Raumangebot.
Wichtige Details zum Skoda Epiq
- Kompakte Größe: 4,17 Meter Länge, vergleichbar mit Opel Mokka.
- Großzügiges Kofferraumvolumen: 475 Liter, dank cleverer Raumnutzung.
- Zwei Batterieoptionen: 37,5 kWh (LFP) und 51,5 kWh (NMC) für unterschiedliche Reichweiten.
- Pragmatische Ausstattung: Fokus auf Funktionalität statt teure Spielereien.
- Frontantrieb und Rekuperation: Scheibenbremsen hinten und Rekuperation über die Vorderachse.
Ein neues E-SUV im hart umkämpften Segment
Der Skoda Epiq tritt in ein bereits dicht besetztes Segment der kompakten Elektro-SUVs ein. Mit einer Länge von 4,17 Metern positioniert er sich direkt neben Modellen wie dem Opel Mokka Electric. Skoda setzt hier auf eine Strategie, die der Volkswagen-Konzern bereits erfolgreich angewendet hat: unspektakuläre, aber technisch solide Modelle, die sich bei den Verkaufszahlen durchsetzen.
Die Außenmaße des Epiq versprechen trotz seiner Kompaktheit ein gutes Raumangebot. Der Radstand beträgt 2,6 Meter. Skoda ist bekannt dafür, den Innenraum ihrer Fahrzeuge clever zu gestalten und ein vergleichsweise großzügiges Platzgefühl zu bieten. Dies könnte ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb sein.
Faktencheck Epiq
- Länge: 4,17 Meter
- Radstand: 2,6 Meter
- Kofferraumvolumen: 475 Liter (zum Vergleich: Opel Mokka Electric 310 Liter)
- Anhängelast: bis zu 1200 kg (mit großer Batterie)
- Stützlast: 75 kg
Raumangebot und Transportmöglichkeiten
Ein besonderes Augenmerk legt Skoda auf das Kofferraumvolumen. Mit 475 Litern bietet der Epiq deutlich mehr Platz als einige seiner direkten Konkurrenten. Dies wird durch ein tiefes Fach zwischen der Hinterachse und dem Heckstoßfänger ermöglicht. Die Rückbank ist fest verbaut und nicht verschiebbar. Der Gepäckraum selbst ist knapp 70 Zentimeter tief und einen Meter breit zwischen den Radhäusern.
Auch unter der vorderen Haube gibt es ein kleines Fach mit 25 Litern Volumen. Dies ist eine Neuerung, da bei größeren Skoda E-Modellen wie dem Elroq oder Enyaq ein solches Fach nachgerüstet werden muss. Für größere Transportaufgaben kann der Epiq Anhänger ziehen. Die Basisversion bewältigt bis zu 500 Kilogramm, während die Version mit der größeren Batterie sogar 1200 Kilogramm ziehen kann. Eine maximale Stützlast von 75 Kilogramm ist für alle Varianten vorgesehen. Auch eine Dachlast ist möglich, wie ein Pressebild mit einem Rennrad auf dem Dach zeigt. Dies ist bemerkenswert, da der VW ID.3 keine Dachlast erlaubt.
„Skoda hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, dass sie ein gutes Händchen für vergleichsweise großzügige Raumangebote haben.“
Design und Innenraum: Pragmatisch und Funktional
Das Design des Skoda Epiq ist eher konservativ gehalten. Einige Details, wie die unteren Lochleisten in den Stoßfängern, können farblich abgesetzt sein, beispielsweise in Rot. Skoda setzt auf Pragmatismus bei der Gestaltung. Die Türgriffe sind klassisch und einfach zu bedienen, was im Gegensatz zum Trend zu ausfahrbaren Hebeln steht. Dies dient auch der Kostenersparnis, ein wichtiger Faktor in dieser preissensiblen Fahrzeugklasse.
Im Innenraum setzt sich die funktionale Ausrichtung fort. Das Kombiinstrument ist ein 5,3-Zoll-Display, das die wichtigsten Informationen anzeigt. Es ähnelt dem, was in VW ID.3 und Cupra Born verbaut war, bevor dort neuere Versionen eingeführt wurden. Auf dem Lenkrad gibt es keine Wischflächen, sondern feste Tasten und zwei Rollen. Der Tempomat wird traditionell über einen separaten Hebel bedient, wie es seit Jahrzehnten bei Volkswagen üblich ist. Auch die Schalter für Fensterheber und Spiegelverstellung sind vertraut. Ein Startknopf befindet sich rechts an der Lenksäule, wobei Skoda voraussichtlich auch hier das Starten über die Sitzbelegung ermöglichen wird: Einsteigen, Bremse treten, Richtung wählen und losfahren.
Hintergrund: MEB-Plattform
Der Skoda Epiq basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Diese modulare E-Antriebs-Baukasten-Plattform bildet die Grundlage für eine Vielzahl von Elektrofahrzeugen innerhalb des Konzerns. Sie ermöglicht Skaleneffekte und die Nutzung bewährter Komponenten, was zur Kosteneffizienz des Epiq beiträgt.
Infotainment und Konnektivität
Die Lautstärke des Infotainmentsystems lässt sich über eine Wischfläche oder die Rollen am Lenkrad steuern. Unter den mittleren Lüftungsdüsen sind einige Funktionen direkt erreichbar. Die ersten Epiq-Modelle werden mit dem Softwarestand 6.0 ausgeliefert. Dieser bringt eine leicht veränderte Benutzeroberfläche mit, bei der horizontale Leisten an die Seiten verlegt wurden. Die Oberfläche lässt sich weitgehend anpassen, sodass Nutzer häufig verwendete Funktionen schnell erreichen können.
Android Auto und Apple CarPlay sind selbstverständlich kabellos nutzbar. Es gibt eine induktive Ladeschale, obwohl Platz für zwei gewesen wäre. Skoda verzichtet bewusst auf teure Extras, die in dieser preisbewussten Klasse nur von wenigen Kunden bestellt würden. Dennoch sind Optionen wie Matrix-Licht, ein beheizbares Lenkrad, schlüsselloser Zugang und ein Soundsystem von Canton verfügbar. Zukünftig sollen auch Funktionen wie das Smartphone als Schlüssel und ferngesteuertes Einparken über das Handy möglich sein – Extras, die in dieser Fahrzeugklasse noch nicht selbstverständlich sind.
Dachverglasung und Bremsen
Im Gegensatz zum größeren Elroq bietet der Epiq wieder eine optionale Dachverglasung. Diese lässt sich zwar nicht öffnen, aber Skoda spendiert eine motorisierte Blende. Eine wichtige technische Neuerung betrifft die Bremsen: Der Epiq verfügt hinten wieder über Scheibenbremsen. Bisher setzten viele MEB-Modelle mit Heckantrieb auf Trommelbremsen hinten. Die Erklärung von Skoda: Im Epiq und anderen MEB+-Modellen erfolgt die Rekuperation über die Vorderachse. Dadurch werden die hinteren Bremsen häufiger beansprucht, was der Oxidation der Bremsscheiben entgegenwirkt. Der Epiq ist zudem der erste Skoda, der One-Pedal-Driving ermöglicht.
Antriebsvarianten und Ladeleistung
Zum Marktstart sind drei Antriebsvarianten für den Epiq geplant, alle mit Frontantrieb. Die technische Basis und die Eckdaten sind von anderen MEB-Modellen bekannt. Die kleine Batterie nutzt Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) und bietet eine nutzbare Kapazität von 37,5 kWh. Der größere Akku hat 51,5 kWh nutzbare Kapazität und verwendet eine Zellchemie aus Nickel, Mangan und Kobalt.
Antriebsdetails
- Basismodell Leistung: 85 kW
- Mittlere Variante Leistung: 99 kW
- Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h für beide Varianten
- Kleine Batterie: 37,5 kWh netto (LFP)
- Große Batterie: 51,5 kWh netto (NMC)
Das Basismodell mit 85 kW Leistung und die Stufe darüber mit 99 kW erreichen beide eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Eine wichtige Frage betrifft die Ladeleistung des Einstiegsmodells. Ursprüngliche technische Daten sprachen von 50 kW DC-Ladeleistung für den Epiq 35. Der Epiq 40 mit der identischen kleinen Batterie soll jedoch mit 90 kW laden können. Skoda gibt für die 90-kW-Version eine Ladezeit von 28 Minuten an, um 26 kWh (70 Prozent des Netto-Energiegehalts) nachzuladen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Netto-Ladeleistung von 55,5 kW in diesem Bereich. Die Möglichkeit, die Traktionsbatterie für externe Verbraucher anzuzapfen, ist ebenfalls vorgesehen.





