Der Dieselpreis ist erstmals seit Anfang März wieder günstiger als Super E10. Am Samstag lag der bundesweite Tagesdurchschnitt für einen Liter Diesel bei 1,990 Euro, während Super E10 1,994 Euro kostete. Dies markiert eine deutliche Verschiebung, nachdem Diesel über zwei Monate lang teurer war.
Wichtige Punkte
- Diesel ist seit Samstag günstiger als E10.
- Der Dieselpreis sank um 45 Cent seit April.
- E10 wurde nur um knapp 20 Cent günstiger.
- Diesel gilt als krisenanfälliger als Benzin.
- Tankrabatt beeinflusst beide Kraftstoffe gleich.
Diesel wird günstiger: Eine Preisentwicklung
Nach Monaten, in denen Diesel teurer war als Benzin, hat sich die Situation geändert. Der ADAC meldete, dass der Dieselpreis am Samstag einen bundesweiten Durchschnitt von 1,990 Euro pro Liter erreichte.
Im Vergleich dazu kostete ein Liter E10 am selben Tag 1,994 Euro. Dies bedeutet, dass Diesel um 0,9 Cent pro Liter günstiger wurde als am Vortag, während der E10-Preis stabil blieb.
Faktencheck
- Preishoch im April: Anfang April war Diesel zeitweise über 25 Cent teurer als E10.
- Diesel-Rückgang: Seitdem ist der Dieselpreis um etwa 45 Cent pro Liter gesunken.
- E10-Rückgang: Super E10 verbilligte sich im gleichen Zeitraum um knapp 20 Cent.
Tankrabatt und seine Auswirkungen
Der staatliche Tankrabatt spielt eine Rolle bei den gesunkenen Preisen, hat aber den Preisabstand zwischen Diesel und E10 nicht direkt verändert. Der Rabatt beträgt für beide Kraftstoffe 16,7 Cent pro Liter.
Experten beobachten, dass der Dieselpreis stärker auf globale Krisen reagiert. Dies liegt unter anderem daran, dass Deutschland bei Dieselimporten teils auf andere Länder angewiesen ist. Diese Abhängigkeit macht Diesel anfälliger für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt.
Hintergrundinformationen
Vor dem Ukraine-Krieg war Diesel im langjährigen Durchschnitt über 15 Cent günstiger als E10. Dieses Preisniveau wurde seitdem nicht wieder erreicht. Ein Grund dafür könnte der frühere Import von relativ günstigem Diesel aus Russland bis 2022 gewesen sein.
In den Jahren 2024 und 2025 lag der Dieselpreis im Schnitt etwa 8 Cent unter dem von E10. Dies zeigt eine langfristige Verschiebung der Preisverhältnisse.
Warum Diesel krisensensibler ist
Dieselkraftstoff ist bekanntermaßen anfälliger für Preisschwankungen in Krisenzeiten. Zu Beginn des Ukraine-Krieges stieg der Dieselpreis deutlich schneller an als der Benzinpreis und blieb monatelang auf einem höheren Niveau.
Diese Sensibilität hängt mit der globalen Lieferkette und der Nachfrage zusammen. Deutschland importiert einen Teil seines Diesels, was den Kraftstoff anfälliger für internationale Ereignisse macht.
„Die Abhängigkeit von Dieselimporten macht den Preis krisenanfälliger als den von Benzin. Globale Ereignisse können hier schnell zu starken Ausschlägen führen.“
Verbrauch und Marktanteile
In Deutschland wird insgesamt deutlich mehr Diesel verbraucht als E10. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Mehrheit der Lastwagen mit Diesel betrieben wird.
Bei Privatpersonen sind Benzinautos jedoch weitaus häufiger anzutreffen. Die wichtigsten Benzinsorten sind E5 und E10.
Unterschiede zwischen E5 und E10
- E10: Enthält einen höheren Anteil an Biosprit.
- Preis: E10 war zuletzt meist etwa 6 Cent günstiger als E5.
- Beliebtheit: Trotz des günstigeren Preises wird E5 noch häufiger getankt.
- Kompatibilität: Die meisten modernen Autos vertragen das günstigere E10.
Die aktuellen Preisentwicklungen geben Autofahrern, insbesondere Dieselfahrern, eine Atempause. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Preise in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden, insbesondere angesichts der globalen Wirtschaftslage und der Energiepolitik.





