Nissan erweitert sein Angebot an Elektrofahrzeugen und stellt den Pixo vor. Dieser kompakte Kleinstwagen zielt speziell auf den Stadtverkehr ab und soll ab Anfang 2027 auf den Markt kommen. Mit einem erwarteten Basispreis von rund 20.000 Euro positioniert sich der Pixo als eine erschwingliche Option im wachsenden Segment der urbanen Elektromobilität.
Wichtige Punkte
- Der Nissan Pixo ist ein elektrischer Kleinstwagen für den Stadtverkehr.
- Erwarteter Startpreis liegt bei etwa 20.000 Euro für das Basismodell.
- Auslieferungen sollen ab Anfang 2027 beginnen.
- Der Pixo bietet einen überraschend geräumigen Kofferraum von 356 Litern.
- Die Reichweite im Stadtverkehr wird auf fast 390 km geschätzt.
Ein kompakter Begleiter für die Stadt
Der Nissan Pixo misst 3,8 Meter in der Länge und 1,79 Meter in der Breite. Sein Radstand beträgt 2,49 Meter. Diese Abmessungen sind für einen Kleinstwagen bemerkenswert. Sie ermöglichen ein agiles Fahrverhalten, besonders in dichtem Stadtverkehr. Der Wendekreis von nur 9,9 Metern unterstreicht dies zusätzlich. Das Fahrzeug ist klar für urbane Umgebungen konzipiert.
Trotz seiner geringen Größe überrascht der Pixo mit einem geräumigen Kofferraum. Er bietet ein Volumen von 356 Litern. Dies ist für ein Auto in diesem Segment ungewöhnlich viel und macht den Pixo auch für kleinere Einkäufe oder Wochenendausflüge attraktiv. Die Gestaltung ohne die Notwendigkeit, einen Verbrennungsmotor zu integrieren, hat hier Vorteile gebracht.
Faktencheck Pixo
- Länge: 3,8 Meter
- Breite: 1,79 Meter
- Radstand: 2,49 Meter
- Kofferraumvolumen: 356 Liter
- Wendekreis: 9,9 Meter
Antrieb und Ladeleistung
Der Elektromotor des Nissan Pixo sitzt an der Vorderachse. Er leistet 60 kW. Genaue Angaben zu den Fahrleistungen hat Nissan noch nicht veröffentlicht. Es wird jedoch erwartet, dass sie denen des Renault Twingo E-Tech ähneln, da beide Fahrzeuge auf einer ähnlichen Plattform basieren.
Die Höchstgeschwindigkeit des Pixo wird voraussichtlich auf 130 km/h begrenzt sein. Dies ist für ein Stadtauto ausreichend. Für die Zielgruppe des Pixo sind jedoch andere Aspekte wichtiger: die Ladezeiten und die tatsächliche Reichweite im Alltag.
Ladeinfrastruktur und Geschwindigkeiten
Der Pixo kann an Wechselstrom dreiphasig mit 11 kW geladen werden. Eine Option für 22 kW AC-Laden gibt es nicht. An Gleichstrom-Schnellladestationen erreicht der Pixo eine Spitzenleistung von 50 kW. Die Aufladung von 15 auf 80 Prozent der Batteriekapazität soll in nur 28 Minuten möglich sein. Dies entspricht einer durchschnittlichen Ladeleistung von etwa 38 kW in diesem Bereich.
Diese Ladezeiten sind für den Stadtverkehr und kurze Pendelstrecken optimiert. Lange Autobahnfahrten sind mit dem Pixo zwar technisch möglich, aber nicht primär vorgesehen. Der Fokus liegt klar auf der Effizienz im urbanen Umfeld.
„Der Nissan Pixo ist nicht für lange Strecken konzipiert, sondern für den täglichen Einsatz in der Stadt. Hier spielt er seine Stärken voll aus.“
Reichweite: Stadt gegen Autobahn
Die offiziellen WLTP-Angaben zur Reichweite und zum Verbrauch sind oft ein wichtiger Anhaltspunkt. Für den Pixo, der technisch eng mit dem Renault Twingo verwandt ist, können wir ähnliche Werte erwarten. Der kombinierte WLTP-Verbrauch des Twingo liegt bei 12,6 bis 12,7 kWh pro 100 km.
Interessanterweise wird dieser Wert durch den Autobahnverbrauch von 17,8 bis 18,1 kWh/100 km deutlich nach oben getrieben. Im Gegensatz dazu sind die Verbrauchswerte für den Stadtverkehr und den Stadtrand mit weniger als 9 kWh/100 km erheblich niedriger. Auch auf Landstraßen liegt der Verbrauch bei nur etwa 11 kWh/100 km.
Hintergrund: WLTP-Zyklus
Der WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) ist ein globaler Standard zur Bestimmung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Er soll die Realität des Fahrens besser abbilden als frühere Testzyklen. Dennoch können die tatsächlichen Werte je nach Fahrweise und Bedingungen abweichen.
Für den Nissan Pixo bedeutet dies, dass die kombinierte WLTP-Reichweite von 259 km möglicherweise nicht die relevanteste Zahl für die meisten Nutzer ist. Vielmehr dürfte die innerstädtische Reichweite von knapp 390 km im Alltag entscheidend sein. Dies macht den Pixo zu einem sehr praktikablen Fahrzeug für Pendler und Stadtbewohner.
Preise und Marktstart
Nissan hat noch keine offiziellen Preise für den Pixo bekannt gegeben. Es wird jedoch erwartet, dass das Basismodell bei rund 20.000 Euro liegen wird. Eine besser ausgestattete Version könnte etwa 22.000 Euro kosten. Diese Preisgestaltung ist wichtig, da der Pixo in einem sehr preissensiblen Segment antritt. Viele Kunden achten hier besonders auf die Kosten.
Die Auslieferung des Nissan Pixo soll Anfang 2027 beginnen. Mit diesem neuen Modell verstärkt Nissan seine Präsenz im Kleinwagen-Segment der Elektromobilität. Der Wettbewerb in diesem Bereich nimmt stetig zu, was den Kunden zugutekommt. Es gibt bereits eine Reihe von Modellen unter 25.000 Euro, die den Markt beleben.
Der Pixo könnte eine wichtige Rolle dabei spielen, Elektromobilität für eine breitere Käuferschicht zugänglich zu machen. Sein Fokus auf den Stadtverkehr, die kompakten Maße und der voraussichtlich attraktive Preis machen ihn zu einer interessanten Option für die Zukunft der urbanen Fortbewegung.





