BMW hat die nächste Generation seines Elektroautos i3 vorgestellt. Das neue Modell, das ab Herbst 2026 ausgeliefert werden soll, markiert einen wichtigen Schritt in der Elektrifizierung der 3er-Reihe. Es präsentiert sich mit einem markanten Design und innovativer Technologie, die bereits vom iX3 bekannt ist.
Wichtige Punkte
- Der neue BMW i3 wird ab Herbst 2026 ausgeliefert.
- Das Startmodell ist der „50 xDrive“ mit 345 kW Leistung und Allradantrieb.
- Die Batterie bietet fast 109 kWh nutzbaren Energiegehalt und ermöglicht schnelles Laden mit bis zu 400 kW.
- Der Innenraum ist vom iX3 inspiriert und verfügt über ein 17,9-Zoll-Display.
- Die maximale WLTP-Reichweite wird bei rund 900 km liegen.
Design und Abmessungen: Ein Statement auf der Straße
Der neue BMW i3 bricht mit der optischen Leichtigkeit früherer 3er-Generationen. Sein Auftritt ist bullig und massiv, besonders im Heckbereich. Die Niere ist dezent angedeutet, und die Rückleuchten erstrecken sich weit in die Kofferraumklappe. Auch die ausfahrbaren Türgriffe sind ein modernes Detail, das der Aerodynamik dient.
Ein kleiner Spoiler über dem Hinterrad optimiert ebenfalls den Luftstrom. Das Fahrzeug misst insgesamt 4,76 Meter in der Länge und hat einen Radstand von 2,9 Metern. Diese Abmessungen versprechen ein großzügiges Platzangebot im Innenraum.
Fakten zum Design
- Länge: 4,76 Meter
- Radstand: 2,9 Meter
- Auffälliges Merkmal: Ausfahrbare Türgriffe
Innenraum: Vertraut und doch neu
Im Innenraum wirkt der i3 trotz seiner Neuheit fast vertraut, da BMW das Armaturenbrett nahezu komplett aus dem iX3 übernommen hat. Dies zeigt den Mut der Verantwortlichen, denn viele Details weichen von konventionellen Autobauweisen ab. Das Lenkrad besitzt Speichen oben und unten, und ein klassisches Kombiinstrument hinter dem Lenkrad fehlt.
Stattdessen befindet sich unter der Windschutzscheibe eine schmale, konfigurierbare Leiste. Das zentrale 17,9-Zoll-Display ist zum Fahrer geneigt und als Parallelogramm geformt. Diese Gestaltung wird sicherlich polarisieren, doch der Erfolg des iX3 bestärkt BMW in dieser Designphilosophie.
„Die Verantwortlichen zeigen dabei einigen Mut, denn zahlreiche Details sind grundlegend anders aufgebaut als in anderen Autos.“
Digitale Innovationen und Konnektivität
Ein Display vor dem Beifahrer ist im i3 nicht vorgesehen, auch nicht optional. Anders als beim Verbrenner-3er lässt sich das Glasdach im i3 nicht öffnen, ähnlich wie es BMW bereits in den 5er- und 7er-Reihen handhabt. Ausgewählte Smartphones und Smartwatches können als Fahrzeugschlüssel dienen. Der Zugang lässt sich digital weitergeben, sogar zeitlich begrenzt. Dies ermöglicht zum Beispiel das Verleihen des Autos aus der Ferne.
Diese Funktionen sind nur ein kleiner Teil der umfangreichen digitalen Möglichkeiten, die BMW über einen App-Store anbieten wird. Die Vernetzung und digitale Integration stehen im Fokus.
Antrieb und Batterie: Leistungsstark und schnellladefähig
Der i3 startet zunächst als „50 xDrive“ Modell. Es verfügt über eine Leistung von 345 kW (entspricht etwa 469 PS). Der Allradantrieb wird durch einen Asynchronmotor vorn und einen Synchronmotor als primären Antrieb hinten realisiert. Der Frontmotor kann bei Nichtgebrauch verbrauchsarm mitgeschleppt werden. BMW plant, weitere Modelle mit und ohne Frontmotor sowie ein noch leistungsstärkeres M-Modell anzubieten.
Antriebsdetails
- Startmodell: i3 50 xDrive
- Leistung: 345 kW
- Motoren: Asynchronmotor vorn, Synchronmotor hinten
Beeindruckende Ladeleistung und Reichweite
Die Batterie des i3 bietet einen nutzbaren Energiegehalt von knapp 109 kWh. Das Laden ist mit bis zu 400 kW in der Spitze möglich. Ein Ladefenster von 10 auf 80 Prozent, was 76 kWh entspricht, soll sich in nur 21 Minuten schließen lassen. Dies setzt eine entsprechend leistungsfähige Ladeinfrastruktur voraus. Die durchschnittliche Netto-Ladeleistung in diesem Bereich liegt bei fast 220 kW.
BMW verspricht, dass in nur 10 Minuten mehr als 370 km WLTP-Reichweite nachgeladen werden können. Die maximale Reichweite wird bei rund 900 km liegen. Das kommende Modell mit Hinterradantrieb soll sogar noch höhere Reichweiten erzielen. Auf der Autobahn sind laut Hersteller zuverlässig 500 km am Stück möglich, sofern keine extrem hohen Geschwindigkeiten gefahren werden. Ein optionaler 22-kW-AC-Lader soll den Alltag zusätzlich erleichtern.
Preise und Marktstart: Ab Herbst 2026
BMW hat noch keine offiziellen Preise bekannt gegeben. Für das Startmodell „50 xDrive“ wird jedoch mit einem Preis von rund 65.000 Euro gerechnet. Das kommende Basismodell dürfte voraussichtlich unter 60.000 Euro liegen. Es ist denkbar, dass BMW die Baureihe später mit kleineren Batterien nach unten erweitert, um die Kosten zu senken, da die Batterie derzeit ein entscheidender Kostentreiber ist.
Die Auslieferung des i3 beginnt ab Herbst 2026. Im darauffolgenden Jahr wird die Modellreihe um weitere Antriebsvarianten und einen Kombi erweitert. Dies zeigt, dass BMW eine breite Palette an Optionen für die Kunden plant.
Preise und Verfügbarkeit
- Startmodell Preis: ca. 65.000 Euro
- Auslieferung: Ab Herbst 2026
- Zukünftige Modelle: Basismodell, weitere Antriebe, Kombi
Wettbewerb und Marktpositionierung
BMW beweist mit dem neuen i3 wieder einmal gestalterischen Mut im Segment der Mittelklasse-Elektrofahrzeuge. Der Hauptkonkurrent Mercedes-Benz setzt bei seiner elektrischen C-Klasse auf eine konservativere Optik, ergänzt durch Details wie ein Beifahrer-Display oder ein Luftfahrwerk, die der i3 nicht bietet.
Beide Hersteller bringen in diesem Jahr interessante Elektro-Vertreter auf den Markt, die in ähnlicher Form auch mit Verbrennungsmotor erhältlich sind. Die Kunden haben somit die Wahl zwischen unterschiedlichen Philosophien und Ausstattungen im wachsenden Markt der Elektromobilität.





