Edify Energy hat die Finanzierung für zwei große Solar- und Batteriespeicherprojekte in Queensland, Australien, erfolgreich abgeschlossen. Die Projekte umfassen 600 MW/2.400 MWh Batteriespeichersysteme (BESS) und 720 MWp Solarstrom. Sie befinden sich auf dem traditionellen Land der Gaangalu Nation People in Banana Shire. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende Australiens.
Wichtige Fakten
- Finanzierung für 720 MWp Solar- und 600 MW/2.400 MWh Batteriespeicher gesichert.
- 20-jähriger Abnahmevertrag mit Rio Tinto für Gladstones Aluminiumwerke.
- Erste Bereitstellung unter einer neuen Portfolio-Finanzierungsplattform in Australien.
- Projekte erhalten Unterstützung durch das Capacity Investment Scheme der australischen Regierung.
- Einsatz von DC-gekoppelten Hybridsystemen mit netzbildenden Wechselrichtern.
Ein Meilenstein für Australiens Energiezukunft
Die Projekte Smoky Creek und Guthrie's Gap sind nicht nur in ihrer Größe beeindruckend, sondern auch in ihrer strategischen Bedeutung. Der Bergbaukonzern Rio Tinto wird 90 % der Energie und Speicherkapazität abnehmen. Dies geschieht im Rahmen eines 20-jährigen Hybrid-Dienstleistungsvertrags. Ziel ist es, die Aluminiumbetriebe in Gladstone mit kohlenstoffarmer Energie zu versorgen.
Die Finanzierung wurde durch Edifys Anteilseigner La Caisse (ehemals CDPQ) und ein Konsortium aus 14 nationalen und internationalen Kreditgebern ermöglicht. Dies markiert einen entscheidenden Moment für Edify Energy und die australische Energiebranche.
Zahlen und Fakten
- 720 MWp Solarleistung.
- 600 MW/2.400 MWh Batteriespeicherkapazität.
- 90 % der Energie und Speicherkapazität werden von Rio Tinto abgenommen.
- 20 Jahre Laufzeit des Abnahmevertrags mit Rio Tinto.
- 14 Kreditgeber beteiligten sich an der Finanzierung.
Innovative Finanzierungsstruktur und staatliche Unterstützung
Die Schuldenfinanzierung ist die erste ihrer Art in Australien. Sie erfolgt im Rahmen einer Greenfield-Portfolio-Finanzierungsplattform für erneuerbare Energien. Diese Struktur soll als Grundlage für die Skalierung zukünftiger Projektentwicklungen dienen. Sie bietet ein Modell für weitere Investitionen in erneuerbare Energien.
Die Projekte profitieren zudem vom Capacity Investment Scheme (CIS) Tender 4 der australischen Regierung. Dieses Programm bietet Ertragsgarantien. Dies reduziert das finanzielle Risiko für Investoren und beschleunigt den Ausbau erneuerbarer Energien. Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden 20 Projekte erfolgreich ausgewählt. Sie erhielten langfristige Verträge für 6,6 GW erneuerbare Energieerzeugung und 11,4 GWh Energiespeicherung.
Hintergrund: Capacity Investment Scheme (CIS)
Das Capacity Investment Scheme (CIS) der australischen Regierung ist ein nationales Programm. Es zielt darauf ab, Investitionen in erneuerbare Energien und flexible Kapazitäten zu fördern. Durch die Bereitstellung von Ertragsgarantien minimiert es Risiken für Investoren und treibt den Übergang zu einer saubereren Energieversorgung voran. Es ist ein zentrales Instrument zur Erreichung der Klimaziele Australiens.
Engagement für lokale Gemeinschaften und First Nations
Als Teil der CIS-Vereinbarungen hat sich Edify Energy verpflichtet, lokale Gemeinschaften und First Nations zu unterstützen. Dies beinhaltet auch erhebliche Anforderungen an lokale Inhalte. Solche Maßnahmen sollen der regionalen Industrie und den Zulieferern zugutekommen. Dies fördert die wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Regionen. Es schafft Arbeitsplätze und stärkt die lokale Wirtschaft.
"Unsere Projekte sind mehr als nur Kraftwerke. Sie sind ein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Zukunft für Australien und eine Partnerschaft mit den Gemeinschaften, auf deren Land wir tätig sind", sagte ein Sprecher von Edify Energy.
Technologischer Fortschritt: DC-gekoppelte Hybridsysteme
Beide Projekte nutzen DC-gekoppelte Hybridkonfigurationen. Diese sind mit netzbildenden Wechselrichtern integriert. Diese Technologien sollen die Stabilität des Stromnetzes verbessern. Dies ist besonders wichtig, da ältere thermische Kraftwerke stillgelegt werden.
Bei DC-gekoppelten Systemen fließen Gleichstrom von den Solarmodulen direkt zum Batteriespeichersystem. Dies geschieht über DC/DC-Wandler, bevor der Strom für den Netzanschluss in Wechselstrom umgewandelt wird. Im Gegensatz dazu arbeiten AC-gekoppelte Systeme mit separaten Wechselrichtern für Solar-PV und Batteriespeicher.
Vorteile der DC-Kopplung
- Effizienzsteigerung: DC-Kopplung ermöglicht es, Solarstrom zu erfassen, der sonst bei hoher Erzeugung am Wechselrichter verloren gehen würde.
- Flexibilität: Der gespeicherte Strom kann bei Spitzenbedarf oder geringer Solarleistung abgegeben werden.
- Kosteneinsparungen: Durch die gemeinsame Nutzung der Wechselrichterinfrastruktur können Kapitalkosten gesenkt werden.
- Netzstabilität: Netzbildende Wechselrichter tragen zur Stabilität des Stromnetzes bei, indem sie träge Komponenten simulieren.
Neha Sinha, Produktmanagerin für Energiespeichersysteme bei Wärtsilä Energy Storage, hob die Vorteile von DC-gekoppelten Hybridsystemen hervor. Sie betonte, wie diese Systeme auf neue Marktherausforderungen reagieren und das Systempotenzial maximieren. Dies geschieht durch verbesserte Betriebsflexibilität und reduzierte Kapitalkosten.
Die Einführung dieser fortschrittlichen Technologien in Queensland festigt Australiens Position als Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien. Es zeigt den Weg zu einem widerstandsfähigeren und saubereren Energiesystem auf.





