Western Power hat den Bau von 18 neuen Batteriespeichersystemen in den Regionen Perth und Bunbury in Westaustralien begonnen. Diese Infrastrukturprojekte zielen darauf ab, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und Haushalte, die keinen Zugang zu Solarenergie haben, zu unterstützen. Die Systeme sollen bis Mitte 2027 vollständig in Betrieb sein.
Wichtige Fakten
- 18 neue Batteriesysteme in Perth und Bunbury
- Gesamtspeicherkapazität von 6,6 MW
- Zielgruppe: Haushalte ohne eigene Solaranlagen
- Fertigstellung bis Mitte 2027 erwartet
- Gesamtkosten: 25 Millionen AUD
Ausbau der Energiespeicherkapazität
Die neuen Batteriesysteme umfassen 13 Niederspannungsbatterien in verschiedenen Vororten von Perth und fünf Mittelspannungsbatterien in Bunbury. Zusammen erreichen sie eine Speicherkapazität von 6,6 Megawatt (MW). Diese Verteilung soll sicherstellen, dass sowohl städtische als auch regionale Gebiete von der verbesserten Energieversorgung profitieren.
Die Standorte für diese Anlagen wurden sorgfältig ausgewählt. Western Power arbeitete eng mit den lokalen Behörden und Anwohnern zusammen. Der Fokus lag auf Gebieten mit einer hohen Dichte an Solaranlagen auf Dächern, wo die Netzbelastung am größten ist. Dies maximiert den Nutzen der Batteriespeicher, indem sie überschüssige Energie dort aufnehmen, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Zahlen und Fakten
- Jedes der 13 Batteriesysteme in Perth versorgt etwa 130 angeschlossene Haushalte.
- Die fünf größeren Anlagen in Bunbury versorgen gemeinsam rund 3.600 Haushalte.
- Die Gesamtinvestition beträgt 25 Millionen Australische Dollar (AUD), was etwa 17 Millionen US-Dollar entspricht.
- Die Australian Renewable Energy Agency (ARENA) steuert 9,34 Millionen AUD bei.
Vorteile für Haushalte ohne Solaranlagen
Ein zentrales Ziel des Programms ist es, Haushalte zu unterstützen, die bisher von den Vorteilen der dezentralen Solarenergie ausgeschlossen waren. Dazu gehören Mieter, Bewohner von Apartments und Haushalte, für die eine Installation von Solaranlagen auf dem Dach nicht praktikabel ist. Diese Gruppen können nun indirekt von der Solarenergie profitieren, die in den Gemeinschaftsbatterien gespeichert wird.
Die Batterien sind so konzipiert, dass sie tagsüber überschüssigen Solarstrom aufnehmen. In den Abendstunden, wenn der Stromverbrauch in den Haushalten ansteigt und die Solarenergieproduktion sinkt, geben sie die gespeicherte Energie wieder ab. Dies hilft, die Spitzenlast im Netz auszugleichen und die Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen zu reduzieren.
"Wir sehen, dass Gemeinschaftsbatterien am effektivsten sind, wenn sie an Standorten mit hoher Solardurchdringung und begrenzter Netzkapazität platziert werden."
Langfristige Strategie und bisherige Erfolge
Das aktuelle Projekt ist Teil eines umfassenderen Gemeinschaftsbatterieprogramms von Western Power. Dieses Programm wird seit dem ersten PowerBank-Versuch im Jahr 2018 in Meadow Springs stetig erweitert. Damals wurde ein System mit 105 kW Leistung und 420 kWh Speicherkapazität getestet.
Im August 2025 nahm Western Power bereits fünf weitere Batteriespeichersysteme in Betrieb. Diese Anlagen, jeweils mit 500 kW Leistung und 2.800 kWh Speicherkapazität, befinden sich in den Perth-Vororten Coogee, Kinross, Bayswater, Stratton und Port Kennedy. Haushalte, die sich für ein Abo-Produkt des staatlichen Energieunternehmens Synergy entschieden haben, können bis zu 132 AUD pro Jahr sparen und einen 4 kWh-Ausgleich außerhalb der Spitzenzeiten nutzen.
Hintergrundinformationen
Die 18 neuen Batterien werden die bereits bestehende Flotte von 13 Gemeinschaftsbatterien im South West Interconnected System (SWIS) mehr als verdoppeln. Dies zeigt das Engagement von Western Power, die Energiewende in der Region voranzutreiben und die Netzstabilität zu gewährleisten.
Nationale und regionale Initiativen
Das Programm von Western Power ergänzt weitere Initiativen zur Förderung von Batteriespeichern in Westaustralien und auf nationaler Ebene. Das bundesweite Programm 'Cheaper Home Batteries' hat dazu geführt, dass bereits über 45.000 Haushalte und kleine Unternehmen in Westaustralien private Batteriespeichersysteme installiert haben.
Das im Juli 2025 gestartete WA Residential Battery Scheme bündelt die 337 Millionen AUD schwere WA Household Battery Rebate mit dem nationalen 2,3 Milliarden AUD umfassenden Batterieprogramm der Regierung. Diese umfassenden Anreize sollen die Akzeptanz von Batteriespeichern weiter erhöhen.
Der von Versorgungsunternehmen geführte Ansatz Westaustraliens unterscheidet sich von der fragmentierteren Strategie in den östlichen Bundesstaaten. Dort werden Gemeinschaftsbatterien von einer breiteren Palette von Betreibern eingesetzt, darunter gemeinnützige Organisationen, Gemeinden und Verteilnetzbetreiber.
Australienweite Entwicklung
Anfang 2026 bestätigte der Australian Energy Regulator (AER), dass rund 244 Gemeinschaftsbatteriespeichersysteme an die Verteilnetze in ganz Australien angeschlossen waren. Die gesammelten Erfahrungen aus bestehenden Programmen prägen die Art und Weise, wie Western Power und andere Betreiber den Einsatz von Batteriespeichern angehen.
Es zeigt sich, dass eine Kombination aus Einnahmen aus dem Energiehandel und Netzdienstleistungen die robustesten Erlösströme für Batteriespeicher bietet. Dies unterstreicht die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung dieser Technologie für die Zukunft der Energieversorgung.





