Engie, ein global agierendes Energieunternehmen, hat eine langfristige Vereinbarung mit dem Entwickler Ignis getroffen. Diese betrifft den Bezug von Flexibilität aus Batteriespeichersystemen (BESS) in Spanien. Der Vertrag umfasst eine Kapazität von 625 MWh und sichert Engie über einen Zeitraum von zehn Jahren den Zugang zur Flexibilität dieser Anlagen.
Für Ignis bedeutet dies eine gesicherte Einnahmequelle aus der Vermarktung der Batteriespeicher am Strommarkt. Die Anlagen sollen ab dem Jahr 2028 in Betrieb gehen und eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des spanischen Stromnetzes spielen.
Wichtige Punkte
- Engie sichert sich 625 MWh Batteriespeicherkapazität in Spanien.
- Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre.
- Ignis ist für Betrieb und Optimierung der Anlagen zuständig.
- Projekte starten den Betrieb im Jahr 2028.
- Spanien fördert Netzausbau und Speichersysteme aktiv.
Langfristige Partnerschaft für Energiesicherheit
Die Vereinbarung zwischen Engie und Ignis ist ein Beispiel für die wachsende Bedeutung von langfristigen Verträgen im Bereich der Energiespeicherung. Solche Modelle helfen, große Projekte zu realisieren und gleichzeitig die Einnahmen für Entwickler zu stabilisieren.
Ignis übernimmt die volle Verantwortung für den Betrieb der Batteriespeichersysteme. Dazu gehört auch die Optimierung ihrer Teilnahme an den spanischen Ausgleichsleistungsmärkten. Dies ist entscheidend, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch erneuerbare Energien entstehen können.
„Neben der Sicherung wiederkehrender Einnahmen mit einem erstklassigen Partner wie Engie ermöglicht uns diese Vereinbarung, den Wert dieser Anlagen dank unserer Expertise bei der Bilanzierung des Stromsystems weiter zu maximieren.“
Santiago Bordiú, Leiter von Ignis Energy
Spanischer Markt für Batteriespeicher wächst
Der Markt für Batteriespeichersysteme in Spanien hat in den letzten Jahren erheblichen Rückenwind erhalten. Verschiedene staatliche Förderprogramme, die von der EU unterstützt werden, haben den Ausbau vorangetrieben.
Dazu gehören der PERTE-Tender für gekoppelte Projekte, ein laufendes Programm für eigenständige Speicher und der neu genehmigte Kapazitätsmarkt (CM). Diese Initiativen schaffen ein günstiges Umfeld für Investitionen in Energiespeicher.
Fakten zum BESS-Markt in Spanien
- 625 MWh: Kapazität der aktuellen Vereinbarung.
- 10 Jahre: Laufzeit des Flexibilitätsvertrags.
- 2028: Geplanter Betriebsstart der Ignis-Projekte.
- EU-Förderung: Wichtiger Treiber für den Marktausbau.
- PERTE-Tender: Ein wichtiges Förderprogramm für gekoppelte Projekte.
Private Verträge als Motor für Großprojekte
Neben den staatlichen Förderungen etablieren sich auch langfristige private Verträge als tragfähiger Weg, um große Speicherprojekte zu finanzieren. Diese sogenannten Toll-Vereinbarungen bieten Entwicklern eine gesicherte Finanzierungsgrundlage.
Ein Beispiel hierfür ist der unabhängige Stromerzeuger Grenergy, der in diesem Jahr ebenfalls Verträge über zehn Jahre für sowohl eigenständige als auch gekoppelte Batteriespeichersysteme bekannt gab. Zelestra war das erste Unternehmen, das Mitte 2025 einen solchen Vertrag verkündete.
Hintergrund: Batteriespeicher
Batteriespeichersysteme (BESS) sind entscheidend für die Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind und geben ihn bei Bedarf wieder ab. Dies hilft, das Stromnetz zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, insbesondere wenn die Erzeugung schwankt.
Die Flexibilität, die BESS bieten, ist besonders wertvoll, um die Integration von immer mehr erneuerbaren Energien in das Netz zu ermöglichen. Sie können innerhalb von Sekunden reagieren und so Frequenzschwankungen ausgleichen.
Engie stärkt globale Präsenz
Engie ist weltweit sehr aktiv im Ausbau von erneuerbaren Energien und Batteriespeichersystemen. Das französische Unternehmen investiert kontinuierlich in diese Technologien, um seine Position im Energiemarkt zu festigen.
Bereits Anfang des Jahres erwarb Engie in Spanien Batteriespeicherprojekte, die mit Synchronkondensatoren gekoppelt sind. Diese Kombination verbessert die Netzstabilität zusätzlich und zeigt Engies Engagement für innovative Energielösungen.
Die neue Vereinbarung mit Ignis unterstreicht Engies Strategie, seine Kapazitäten im Bereich der flexiblen Energieversorgung weiter auszubauen und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Solche Partnerschaften sind entscheidend, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und eine zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen.
- Engie: Globales Energieunternehmen, aktiv in Erneuerbaren und Speichern.
- Ignis: Entwickler von Batteriespeichersystemen.
- Spanien: Wichtiger Markt für Energiespeicher mit starker Förderung.
- Langfristige Verträge: Sichern Finanzierung und Einnahmen für Projekte.
Die Zusammenarbeit zwischen großen Energiekonzernen und spezialisierten Entwicklern ist ein Trend, der sich in der Branche immer stärker abzeichnet. Er ermöglicht eine effiziente Umsetzung komplexer Infrastrukturprojekte, die für die Transformation des Energiesystems unerlässlich sind.
Die 625 MWh Speicherkapazität werden einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität des spanischen Stromnetzes leisten. Sie unterstützen die weitere Integration von Wind- und Solarenergie und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.





