Die California Energy Commission (CEC) hat ein bedeutendes Batteriespeicherprojekt mit einer Leistung von 400 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von 3.200 Megawattstunden (MWh) genehmigt. Das Projekt, bekannt als Potentia-Viridi Batteriespeichersystem (BESS), befindet sich im Alameda County und soll überschüssigen Solarstrom sowie kostengünstigen Strom außerhalb der Spitzenzeiten speichern. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Netzstabilität Kaliforniens.
Wichtige Erkenntnisse
- Die CEC genehmigte das 400MW/3.200MWh Potentia-Viridi BESS-Projekt.
- Das Projekt nutzt das beschleunigte Opt-In-Zertifizierungsprogramm.
- Baubeginn ist für Mai 2027 geplant, Inbetriebnahme 18 Monate später.
- Es ist das dritte große Speicherprojekt, das über dieses Programm genehmigt wurde.
- Das Programm fördert schnellere Genehmigungen bei gleichzeitiger Einhaltung strenger Umweltstandards.
Beschleunigtes Genehmigungsverfahren
Die Genehmigung erfolgte über das Opt-In-Zertifizierungsprogramm der staatlichen Planungsbehörde. Dieses Programm bietet einen beschleunigten Weg für die Genehmigung kritischer Energieinfrastruktur. Im Jahr 2023 erweiterte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom mit der Assembly Bill (AB) 205 den Anwendungsbereich des Programms auf große BESS-Projekte mit Kapazitäten über 200 MWh.
Das Programm überträgt die letzte Entscheidung über Genehmigungen an die Kommission, beinhaltet aber auch eine umfassende Einbindung der lokalen Gemeinschaften in die Prüfungsverfahren. Dies stellt sicher, dass sowohl die Beschleunigung als auch die Berücksichtigung lokaler Interessen gewährleistet sind.
Fakten zum Projekt
- Leistung: 400 MW
- Kapazität: 3.200 MWh
- Standort: Alameda County, Kalifornien
- Entwickler & Betreiber: Clearway Energy Group (Tochtergesellschaft)
- Geplanter Baubeginn: Mai 2027
- Geplante Inbetriebnahme: Ende 2028 / Anfang 2029
Drei Projekte für Kaliforniens Netzstabilität
Das Potentia-Viridi-Projekt ist das dritte, das über das Opt-In-Programm genehmigt wurde. Zuvor erhielten bereits zwei weitere Großprojekte grünes Licht. Diese drei Projekte zusammen sollen die Netzstabilität in Kalifornien erheblich verbessern und die Integration erneuerbarer Energien vorantreiben.
Die CEC gab bekannt, dass die drei genehmigten Projekte insgesamt 1.450 MW Solarenergie und 1.850 MW/9.000 MWh Batteriespeicherkapazität bereitstellen werden. Dies sind wichtige Schritte, um die ehrgeizigen Klimaziele des Staates zu erreichen.
„Das Opt-In-Zertifizierungsprogramm beweist, dass Kalifornien kritische saubere Energieinfrastruktur schnell genehmigen kann, während strenge Umweltprüfungen, öffentliche Transparenz, Stammeskonsultationen und Gemeinschaftsbeteiligung aufrechterhalten werden“, sagte CEC-Kommissarin Noemi Gallardo.
Wirtschaftliche Vorteile und Arbeitsplätze
Neben den ökologischen Vorteilen schaffen die drei Projekte auch erhebliche wirtschaftliche Impulse. Es werden über 2.300 Arbeitsplätze im Baugewerbe sowie mehrere Dutzend Vollzeitstellen für Betrieb und Wartung (O&M) entstehen. Zudem werden mehr als 3 Millionen US-Dollar an direkten Vorteilen und Investitionen für die Gemeinden bereitgestellt.
Die Projekte generieren außerdem Steuereinnahmen für lokale Gemeinden und schaffen weitere wirtschaftliche Möglichkeiten. Dies unterstreicht die umfassenden positiven Auswirkungen der Investitionen in erneuerbare Energien und Speichertechnologien.
Hintergrund des Opt-In-Programms
Das Opt-In-Programm wurde von Gouverneur Newsom ins Leben gerufen, um den Ausbau kritischer Infrastruktur im Bundesstaat zu beschleunigen. Es zielt darauf ab, den Genehmigungsprozess zu straffen, ohne dabei Umweltstandards oder die Beteiligung der Öffentlichkeit zu vernachlässigen.
Die Frist für die Entscheidung über das Potentia-Viridi-Projekt war der 26. Mai 2026, da das Programm eine Entscheidungsfrist von 270 Tagen nach vollständiger Antragstellung vorsieht. Clearway Energy Group, eine Tochtergesellschaft von Renew Development HoldCo, erwarb das Projekt von den ursprünglichen Entwicklern Capstone Infrastructure und Eurowind Energy im späten Jahr 2025.
Weitere wichtige Projekte im Rahmen des Programms
Neben Potentia-Viridi wurden zwei weitere große Projekte genehmigt, die maßgeblich zur Energiewende in Kalifornien beitragen:
- Intersect Power's Darden Clean Energy Project: Ein 1.150 MW Solar-PV- und 1.150 MW/4.600 MWh BESS-Projekt, genehmigt im Juni 2025.
- VC Renewables' Soda Mountain Solar: Ein 300 MW Solar-PV- und 300 MW/1.200 MWh BESS-Projekt, genehmigt im April 2026.
Ein weiteres Projekt, Engie's Compass Energy Storage mit 250 MW/1.000 MWh BESS, stieß auf erheblichen Widerstand. Über tausend negative öffentliche Kommentare gingen ein, und der Bürgermeister von San Juan Capistrano sprach sich dagegen aus. Engie bat die CEC Ende 2025 darum, die Prüfung des Projekts zu pausieren, um alternative Standorte zu prüfen. Der Hauptgrund hierfür waren "kommerzielle Aspekte des aktuellen Standorts und Marktveränderungen, die die wirtschaftliche Rentabilität des Projekts beeinflusst haben".
Fazit: Kalifornien setzt auf schnelle Umsetzung
Kalifornien zeigt mit diesen Genehmigungen, dass es entschlossen ist, seine Energieziele durch beschleunigte Prozesse zu erreichen. Die Kombination aus Solarenergie und Batteriespeichern ist entscheidend für eine stabile und nachhaltige Energieversorgung. Das Opt-In-Programm ist ein Beispiel dafür, wie Prozessinnovationen ebenso wichtig sein können wie technologische Innovationen.
„Prozessinnovation ist genauso wichtig wie technologische Innovation, und die Opt-In-Zertifizierung ist ein perfektes Beispiel für Gouverneur Newsoms Engagement, mehr und schneller zu bauen. Kaliforniens Ziele für saubere Energie hängen von der Fähigkeit des Staates ab, die Bereitstellung kritischer Infrastrukturprojekte verantwortungsvoll zu beschleunigen“, erklärte CEC-Vorsitzender David Hoschchild.
Diese Projekte sind nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die lokale Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Kalifornien festigt damit seine Rolle als Vorreiter bei der Energiewende und der Entwicklung zukunftsfähiger Infrastruktur.





