Dacia präsentiert mit dem Striker einen neuen Hybrid-Kombi, der Ende 2026 auf den deutschen Markt kommen soll. Das Fahrzeug vereint die Vorteile eines SUV, eines Kombis und einer Limousine. Dacia plant, den Striker zu einem Einstiegspreis von unter 25.000 Euro anzubieten, was ihn als kostengünstige Option im C-Segment positioniert.
Wichtige Fakten
- Marktstart in Deutschland Ende 2026.
- Einstiegspreis unter 25.000 Euro erwartet.
- Drei Hybridantriebe, darunter eine Allrad-Option.
- Großzügiges Kofferraumvolumen von bis zu 600 Litern.
- Fokus auf Nachhaltigkeit mit hohem Rezyklatanteil.
Ein Auto für drei Welten
Der Dacia Striker soll das Beste aus verschiedenen Fahrzeugkategorien vereinen. Er bietet die erhöhte Sitzposition eines SUV, die praktische Vielseitigkeit eines Kombis und die Effizienz einer Limousine. Mit einer Länge von 4,62 Metern und einer Höhe von 1,53 Metern ist der Striker niedriger als typische C-Segment-SUVs, was einen Vorteil beim Kraftstoffverbrauch verspricht.
Die Bodenfreiheit von bis zu 20 Zentimetern bei der Allradversion entspricht dem Niveau vieler SUVs. Ein bemerkenswerter cw-Wert von 0,29 trägt ebenfalls zur Effizienz bei. Dies wird durch eine geneigte Dachlinie und Unterbodenverkleidungen ermöglicht. Das Leergewicht des Striker wird vorläufig mit etwa 1400 Kilogramm angegeben.
Vielfältige Hybridantriebe und Allrad-Optionen
Dacia stattet den Striker mit insgesamt vier elektrifizierten Antriebsvarianten aus. Die Palette reicht von Mild-Hybrid- bis zu Vollhybrid-Systemen, inklusive einer Allrad-Option.
Mild-Hybrid-G 140: Effizienz mit LPG-Option
Die Einstiegsversion ist der „mild hybrid-G 140“. Dieser Antrieb kombiniert einen turbogeladenen 1,2-Liter-Dreizylinder mit einem Startergenerator und einem 48-Volt-Akku. Die Systemleistung beträgt 103 kW. Eine Besonderheit ist der bivalente Benzin-/LPG-Betrieb. Im LPG-Modus soll der CO₂-Ausstoß zehn Prozent unter dem Wert eines vergleichbaren Benzinmotors liegen. Der LPG-Tank ist platzsparend unter dem Kofferraumboden integriert, sodass das Ladevolumen nicht beeinträchtigt wird.
Wussten Sie schon?
Der LPG-Tank im Dacia Striker ist unter dem Kofferraumboden verbaut, was das Ladevolumen im Vergleich zu reinen Benzinmodellen nicht schmälert.
Hybrid 155: Fokus auf elektrisches Fahren im Stadtverkehr
Als Vollhybrid steht der „hybrid 155“ zur Verfügung. Hier arbeitet ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 80 kW, ergänzt durch zwei Elektromotoren und eine 1,4-kWh-Batterie. Ein automatisiertes Getriebe mit vier Gängen für den Verbrenner und zwei für den Elektroantrieb ermöglicht laut Dacia im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent rein elektrisches Fahren. Der vorläufig angegebene CO₂-Ausstoß liegt unter 100 g/km. Dieses bewährte Hybridsystem, das bereits in anderen Renault- und Dacia-Modellen zum Einsatz kommt, verspricht hohe Effizienz.
„Der Striker vereint das Beste aus drei Welten: die hohe Sitzposition eines SUV, die Vielseitigkeit eines Kombis und die Effizienz einer Limousine.“
Hybrid-G 150 4x4: Allradantrieb für mehr Traktion
Für Kunden, die mehr Traktion benötigen, bietet Dacia den „hybrid-G 150 4x4“ an. Dieses System, das auch im Bigster und Duster erhältlich ist, nutzt einen 1,2-Liter-Mildhybrid mit 103 kW an der Vorderachse und einen entkoppelbaren Elektromotor mit 23 kW Spitzenleistung an der Hinterachse. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Allradantrieb schaltet sich bei Bedarf bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h zu und bietet fünf Fahrmodi, darunter einen Off-Road-Modus. Bei entkoppelter Hinterachse sinkt der Verbrauch auf Frontantrieb-Niveau. Die Systemleistung beträgt 110 kW.
Hintergrund zum Allradsystem
Dacias elektrifizierter Allradantrieb kombiniert die Antriebskonfigurationen „P0“ und „P3“. Dies ermöglicht eine einfache, leichte und exzellent regelbare zweite Achse, die als Anfahrhilfe auf schlechten Wegen und zur Fahrstabilisierung auf der Straße dient.
Geräumiger Innenraum und clevere Details
Der Dacia Striker überzeugt auch im Innenraum mit praktischen Lösungen und modernen Technologien. Mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 600 Litern gehört er zu den geräumigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Ein dreiteiliger Ladeboden lässt sich auf zwei Ebenen konfigurieren und bietet unterschiedliche Oberflächen – Teppich auf der einen, robustes Material auf der anderen Seite.
Die Rücksitze können im Verhältnis 60:40 vom Kofferraum aus umgeklappt werden. In höheren Ausstattungslinien öffnet die elektrische Heckklappe automatisch, wenn sich die Keycard in der Nähe befindet. Dies erhöht den Komfort im Alltag.
Modernes Cockpit und praktische Helfer
Das Cockpit ist mit einem serienmäßigen 10,1-Zoll-Touchscreen und dem neuen digitalen Fahrinfodisplay „LightVisio“ ausgestattet. Dieses Display stellt Informationen per optischer Reflexion als schwebendes 3D-Bild dar. Dacia behält physische Schalter für häufig genutzte Funktionen bei, was die Bedienung intuitiver macht. Praktische Details wie ein integrierter Eiskratzer im Armaturenbrett und das YouClip-Zubehörsystem mit neun Befestigungspunkten unterstreichen den Fokus auf Alltagstauglichkeit.
Interessantes Detail
Dacia setzt den Instrumentenbildschirm bemerkenswert tief ein, um Blendungen zu vermeiden, ein Detail, das nicht alle Hersteller gleichermaßen berücksichtigen.
Nachhaltigkeit und Ausstattungslinien
Dacia verzichtet beim Striker komplett auf Leder und Chromzierleisten, um den Nachhaltigkeitsanspruch zu unterstreichen. Über 32 Prozent des Fahrzeugs bestehen aus Kreislaufmaterialien. In der Ausstattungslinie Extreme sind sogar 47 Kilogramm recycelte Kunststoffe verbaut. Stoßfänger und Radlaufverbreiterungen enthalten 15 bis 20 Prozent recyceltes Polypropylen.
Der Striker wird in vier Ausstattungslinien angeboten:
- Essential: Die Einstiegsversion.
- Expression: Mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Autohold.
- Extreme: Outdoor-orientiert mit festem Glasdach (erstmals bei Dacia) und Bergabfahrhilfe.
- Journey: Top-Ausstattung mit elektrischer Heckklappe, beheizbaren Vordersitzen und induktiver Smartphone-Ladefläche.
Sicherheits- und Assistenzsysteme
Der Dacia Striker erfüllt die GSR2-konformen Grundausstattungen an Assistenzsystemen. Dazu gehören ein automatisches Notbremssystem, ein adaptiver Tempomat und ein Spurhalteassistent. Optional sind Totwinkel-Warner, Querverkehrswarner und eine Multiview-Kamera erhältlich, die die Sicherheit weiter erhöhen.
Ziele und Ausblick
Mit dem Striker will Dacia den Anteil des C-Segments am eigenen Absatz deutlich steigern. Aktuell liegt dieser bei 20 Prozent, soll aber bis 2035 auf 33 Prozent anwachsen. Die endgültigen WLTP-Werte und genauen Preise für den deutschen Markt werden erst nach der Homologation bekannt gegeben, kurz vor dem Verkaufsstart Ende 2026.
Der Dacia Striker verspricht, eine spannende Option für preisbewusste Käufer zu werden, die Wert auf Vielseitigkeit, Effizienz und moderne Technik legen, ohne dabei auf Nachhaltigkeit zu verzichten.





